Enrich Workstream C: 070-goalSetting, 080-interventionPlanning, 090-reflection, 100-references

- Fix variant colors: EPG guidance boxes → amber, KPG book boxes → sky
  - 070/01-goals-epg-guidance: sky → amber
  - 080/01-planning-epg-guidance: sky → amber
  - 080/02-planning-kpg-process: amber → sky
  - 090/01-reflection-epg-guidance: sky → amber
- Enrich all 4 guidance.md files with detailed content, evidence links, checklists
- Improve hints/footnotes across all blocks with proper book link format
- Enhance quality check boxes with checkboxes, point values, evidence links
- Enrich EPG guidance boxes with additional content and proper citations
- Improve index.jsonc overview/subtitle fields
- All book links use format: ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. X](/book/arbeit/X))
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Csaba Fabian 2026-03-06 19:05:48 +00:00
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@ -2,16 +2,18 @@
id: "goals-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "3.4 Zielsetzung (max. 10 Punkte)"
variant: "sky"
variant: "amber"
---
**Zielfindungsmethoden:**
- **Lösungsorientierter Ansatz** ([Buch S. 277](/book/arbeit/277)) — Wunderfrage, Skalierung, Ausnahmen finden
- **Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)** ([Buch S. 278](/book/arbeit/278)) — Motto-Ziele, Embodiment, somatische Marker
- **Formulierung von Zielen** ([Buch S. 283](/book/arbeit/283)) — Qualitätsanforderungen an gute Zielformulierungen
- **Bildungs- und Unterstützungsziele** ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)) — BZ ermöglichen Bildungsprozesse, UZ schaffen die Rahmenbedingungen
- **Lösungsorientierter Ansatz** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 277](/book/arbeit/277)) — Wunderfrage, Skalierung, Ausnahmen finden
- **Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 279](/book/arbeit/279)) — Motto-Ziele, Embodiment, somatische Marker
- **Formulierung von Zielen** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284)) — Qualitätsanforderungen an gute Zielformulierungen
- **Bildungs- und Unterstützungsziele** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285)) — BZ ermöglichen Bildungsprozesse, UZ schaffen die Rahmenbedingungen
**Kopf, Herz, Hand** ([Buch S. 285](/book/arbeit/285)): Prüfe jedes Ziel auf drei Ebenen — ist es fachlich begründbar (Kopf), emotional bedeutsam für die/den Klient*in (Herz) und im Alltag umsetzbar (Hand)?
**Kopf, Herz, Hand** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)): Prüfe jedes Bildungsziel auf drei Ebenen — ist es fachlich begründbar (Kopf), emotional bedeutsam für die/den Klient*in (Herz) und im Alltag umsetzbar (Hand)?
**Hierarchisierung** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275)): Das KPG-Konzept unterscheidet Fernziele, Grobziele und Feinziele. In der Zielsetzung werden ausschliesslich Grobziele formuliert; Feinziele folgen in der Interventionsplanung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 289](/book/arbeit/289)). Kriterien für gute Grobziele: den Klient*innen wichtig, bedeutsam, diagnosebasiert, motivierend, erreichbar und akzeptiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 288](/book/arbeit/288)).
**EPG-Bewertung (max. 10 Punkte):**
- Kooperativer Zielbildungsprozess konkret und nachvollziehbar dargestellt (1.5 Punkte)

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@ -2,8 +2,8 @@
id: "goals-einleitung"
type: "markdown"
title: "Einleitungsabsatz"
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes, den Bezug zur Diagnose (Arbeitshypothese als Ausgangspunkt, Buch S. 274) und die gewählte(n) Zielfindungsmethode(n) — z. B. Lösungsorientierung (S. 278), ZRM (S. 279)."
footnote: "Zielsetzung als Übergang von Diagnose zu Intervention ([Buch S. 273](/book/arbeit/273)) — Bedeutung der Zielfindung ([Buch S. 275](/book/arbeit/275))"
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes, den Bezug zur Diagnose (Arbeitshypothese als Ausgangspunkt) und die gewählte(n) Zielfindungsmethode(n) — z. B. Lösungsorientierung (Wunderfrage, Skalierung), ZRM (Motto-Ziele, somatische Marker). Der Einleitungsabsatz muss die drei fett-kursiven Aspekte abdecken: Ziel, Bezug, Methode(n)."
footnote: "📖 Zielsetzung als Übergang von Diagnose zu Intervention ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 274](/book/arbeit/274)) — Bedeutung der Zielfindung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 276](/book/arbeit/276)) — Lösungsorientierung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 277](/book/arbeit/277)) — ZRM ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 279](/book/arbeit/279))"
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***Ziel des Prozessschrittes***

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@ -2,8 +2,8 @@
id: "goals-cooperation"
type: "markdown"
title: "Kooperativer Zielbildungsprozess"
hint: "Beschreibe konkret, wie die Ziele kooperativ mit dem/der Klient*in und dem Team erarbeitet wurden. Dialogisches Aushandeln (Buch S. 283): Pendelbewegung zwischen Vergangenheit (Anliegen, Ressourcen, Fallthematik) und Zukunft (Veränderungswünsche). Auch Zielfindung mit wenig motivierten Klient*innen berücksichtigen (Buch S. 281)."
footnote: "Dialogisches Aushandeln von Zielen ([Buch S. 282](/book/arbeit/282)) — Zielfindung mit wenig motivierten Klient*innen ([Buch S. 280](/book/arbeit/280))"
hint: "Beschreibe konkret, wie die Ziele kooperativ mit dem/der Klient*in und dem Team erarbeitet wurden. Der Zielfindungsprozess vollzieht sich als Pendelbewegung: Blick zurück auf Anliegen, Ressourcen, Fallthematik, Arbeitshypothese — dann in die Zukunft. Berücksichtige: Machtverhältnisse, kulturelle Aushandlungsformen, die Rolle als selbstreflexiver mitbetroffener Verhandlungspartner. Im Zwangskontext: Zunächst Unterstützungsziele als Orientierungslinie formulieren."
footnote: "🤝 Dialogisches Aushandeln von Zielen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 283](/book/arbeit/283)) — Kooperative Zielfindung als ethische Anforderung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 276](/book/arbeit/276)) — Zielfindung mit wenig motivierten Klient*innen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 281](/book/arbeit/281))"
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***Kooperativer Zielbildungsprozess***

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@ -4,8 +4,8 @@ type: "markdown"
title: "Fernziel"
subtitle: ""
level: "fernziel"
hint: "Teilhabe-orientiertes Fernziel als anzustrebender Endzustand mit fachlicher Begründung. Das Fernziel soll in Zusammenhang mit der Arbeitshypothese und den vorangehenden Prozessschritten stehen."
footnote: "Fernziel ([Buch S. 286](/book/arbeit/286)) — Formulierung von Zielen ([Buch S. 283](/book/arbeit/283))"
hint: "Teilhabe-orientiertes Fernziel als anzustrebender Endzustand mit fachlicher Begründung. Das Fernziel gibt den übergeordneten Orientierungsrahmen, ist langfristig angelegt und beschreibt, was die Person in Bezug auf ihre Teilhabe erreichen soll. Begründe fachlich (sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch) und verknüpfe mit Arbeitshypothese und vorangehenden Prozessschritten."
footnote: "🎯 Fernziel als übergeordneter Orientierungsrahmen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 287](/book/arbeit/287)) — Gute Zielformulierungen: als Endzustand, positiv, nicht zu offen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284))"
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***Fernziel***

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@ -6,8 +6,8 @@ subtitle: ""
level: "grobziel"
availableLabels: ["BZ","UZ"]
labels: ["BZ"]
hint: "BZ = Bildungsziel (Klient*in lernt/entwickelt etwas). Formuliere als anzustrebenden Endzustand, nicht als Massnahme. Begründe fachlich (sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch) und prüfe mit Kopf, Herz, Hand (Buch S. 286)."
footnote: "Bildungs- und Unterstützungsziele ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)) — Kopf, Herz, Hand ([Buch S. 285](/book/arbeit/285))"
hint: "BZ = Bildungsziel (Klient*in lernt/entwickelt etwas, Kompetenzzuwachs). Formuliere als anzustrebenden Endzustand, nicht als Massnahme. Kriterien für gute Grobziele: den Klient*innen wichtig, bedeutsam, diagnosebasiert, motivierend, erreichbar und akzeptiert. Begründe fachlich und verknüpfe mit Analyse/Diagnose. Prüfe: Kopf (fachlich begründbar?), Herz (emotional bedeutsam?), Hand (im Alltag umsetzbar?)."
footnote: "📚 BZ: Bildungsziele ermöglichen Kompetenzzuwachs bei Klient*innen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285)) — Kriterien für gute Grobziele ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 288](/book/arbeit/288)) — Kopf, Herz, Hand nach Pestalozzi ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))"
---
***Grobziel***

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@ -6,8 +6,8 @@ subtitle: ""
level: "grobziel"
availableLabels: ["BZ","UZ"]
labels: ["UZ"]
hint: "UZ = Unterstützungsziel (Fachperson/System schafft Rahmenbedingungen). Min. 1 BZ + 1 UZ erforderlich. Formuliere als anzustrebenden Endzustand, fachlich begründet."
footnote: "Bildungs- und Unterstützungsziele ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)) — Kopf, Herz, Hand ([Buch S. 285](/book/arbeit/285))"
hint: "UZ = Unterstützungsziel (Fachperson/System schafft Rahmenbedingungen, um den Bildungsprozess zu ermöglichen). Min. 1 BZ + 1 UZ erforderlich. Formuliere als anzustrebenden Endzustand (nicht als Vorgehensschritt). Beispiel: Die Vernetzung mit dem ambulanten Dienst ist etabliert statt Vernetzung aufbauen. Begründe fachlich."
footnote: "🔧 UZ: Unterstützungsziele für Professionelle, die den Bildungsprozess ermöglichen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285)) — Ziele als Endzustand, nicht als Massnahme ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284)) — Kopf, Herz, Hand ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))"
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***Grobziel***

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@ -6,8 +6,8 @@ subtitle: ""
level: "grobziel"
availableLabels: ["BZ","UZ"]
labels: []
hint: "Formuliere ein weiteres Grobziel (BZ oder UZ) mit fachlicher Begründung und Kopf-Herz-Hand-Prüfung. Achtung: Ziele sind als anzustrebender Endzustand zu formulieren, nicht als Vorgehensschritte/Massnahmen."
footnote: "Formulierung von Zielen ([Buch S. 283](/book/arbeit/283)) — Kopf, Herz, Hand ([Buch S. 285](/book/arbeit/285))"
hint: "Formuliere ein weiteres Grobziel (BZ oder UZ) mit fachlicher Begründung und Kopf-Herz-Hand-Prüfung. Achtung: Ziele sind als anzustrebender Endzustand zu formulieren, nicht als Vorgehensschritte/Massnahmen. Prüfe: Steht dieses Ziel in logischer Beziehung zum Fernziel und zu den anderen Grobzielen? Ist es diagnosebasiert?"
footnote: "📝 Gute Zielformulierungen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284)) — Hierarchisierung: Grobziele sollen analyse-diagnosebasiert und motivierend sein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 289](/book/arbeit/289)) — Kopf, Herz, Hand ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))"
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***Grobziel***

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@ -6,8 +6,9 @@ variant: "slate"
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Bevor du zur Interventionsplanung übergehst, prüfe anhand der EPG-Kriterien (max. 10 Punkte):
- [ ] **Kooperativer Zielbildungsprozess (1.5 P.):** Ist der Prozess der gemeinsamen Zielfindung konkret und nachvollziehbar beschrieben?
- [ ] **Zielhierarchie (1.5 P.):** Ist eine hierarchisierte Zielformulierung vorgenommen (Fernziel → Grobziele)? Stehen die Zielebenen in logischer Beziehung zueinander?
- [ ] **Korrekte Formulierung (3 P.):** Sind die Ziele als anzustrebender Endzustand formuliert? Keine Verwechslung mit Vorgehensschritten/Massnahmen?
- [ ] **Fachliche Begründung (3 P.):** Sind die Ziele sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch begründet und stehen in Zusammenhang mit den vorangehenden Prozessschritten (Analyse, Diagnose)?
- [ ] **BZ/UZ-Unterscheidung (1 P.):** Ist die Unterscheidung zwischen Bildungszielen und Unterstützungszielen nachvollziehbar und korrekt vorgenommen ([Buch S. 284](/book/arbeit/284))?
- [ ] **Kooperativer Zielbildungsprozess (1.5 P.):** Ist der Prozess der gemeinsamen Zielfindung konkret und nachvollziehbar beschrieben? Wurde das dialogische Aushandeln sichtbar ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 283](/book/arbeit/283))?
- [ ] **Zielhierarchie (1.5 P.):** Ist eine hierarchisierte Zielformulierung vorgenommen (Fernziel → Grobziele)? Stehen die Zielebenen in logischer Beziehung zueinander ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275))?
- [ ] **Korrekte Formulierung (3 P.):** Sind die Ziele als anzustrebender Endzustand formuliert? Keine Verwechslung mit Vorgehensschritten/Massnahmen? Positiv formuliert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284))?
- [ ] **Fachliche Begründung (3 P.):** Sind die Ziele sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch begründet und stehen in Zusammenhang mit den vorangehenden Prozessschritten (Analyse, Diagnose, Arbeitshypothese)?
- [ ] **BZ/UZ-Unterscheidung (1 P.):** Ist die Unterscheidung zwischen Bildungszielen und Unterstützungszielen nachvollziehbar und korrekt vorgenommen? Min. 1 BZ und 1 UZ vorhanden ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285))?
- [ ] **Kopf, Herz, Hand:** Wurde die Bedeutsamkeit der Bildungsziele auf allen drei Ebenen geprüft ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))?

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@ -1,8 +1,56 @@
Kooperative Erarbeitung einer Zielhierarchie ([Buch S. 282](/book/arbeit/282)). Definiere ein Fernziel (Teilhabe) und funktionale Grobziele (Meilensteine). Unterscheide Bildungsziele (BZ) und Unterstützungsziele (UZ) ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)). Hinweis: Feinziele (SMART-Kriterien) werden in der Interventionsplanung definiert. EPG-Bewertung: max. 10 Punkte.
Kooperative Erarbeitung einer Zielhierarchie im Prozessschritt Zielsetzung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 274](/book/arbeit/274)). Dem eigentlichen Setzen von Zielen geht ein längerer Prozess der Zielfindung voraus, der einen analytisch-diagnostischen Prozess miteinschliesst ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 276](/book/arbeit/276)). EPG-Bewertung: max. 10 Punkte.
### Checkliste
### Zielhierarchie — Drei Ebenen
- Fernziel & Grobziele als Endzustand formuliert
- Bildungs- vs. Unterstützungsziele unterschieden
- Fachliche Begründung mit Bezug zu vorangehenden Schritten
- Kooperativer Zielbildungsprozess dokumentiert
Das KPG-Konzept unterscheidet drei Zielebenen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275)):
1. **Fernziel** — Übergeordnetes, teilhabeorientiertes Ziel. Gibt den Orientierungsrahmen, ist langfristig angelegt und beschreibt einen anzustrebenden Endzustand ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 287](/book/arbeit/287)).
2. **Grobziele** — Funktionale Meilensteine, die aus den diagnostischen Erkenntnissen abgeleitet werden. Im Prozessschritt Zielsetzung werden ausschliesslich Grobziele formuliert; sie sollen analyse-diagnosebasiert und für die Beteiligten motivierend sein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 289](/book/arbeit/289)).
3. **Feinziele** — Operationalisieren Grobziele für die Interventionsplanung nach SMART-Kriterien. Werden erst in Kap. 3.5 formuliert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)).
### Bildungsziele (BZ) vs. Unterstützungsziele (UZ)
Aus dem übergeordneten Auftrag der Sozialen Arbeit ergibt sich die Unterscheidung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285)):
- **BZ (Bildungsziel):** Ziele, die einen Kompetenzzuwachs bei Klient*innen anvisieren. Können nur von Klient*innen selbst bzw. gemeinsam mit Professionellen formuliert werden — nie verordnet. Erfordern Partizipation.
- **UZ (Unterstützungsziel):** Ziele für Professionelle, die den Bildungsprozess ermöglichen (Rahmenbedingungen schaffen, Vernetzung, Ressourcen bereitstellen).
Mindestens 1 BZ und 1 UZ sind erforderlich. Beide müssen fachlich begründet sein.
### Bedeutsamkeit: Kopf, Herz, Hand
Auf der Ebene der Bildungsziele soll nicht nur der Verstand, sondern der ganze Mensch angesprochen sein — im Sinne von Pestalozzis Grundsatz ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)):
- **Kopf** — Ist das Ziel fachlich begründbar? Stellt es dem Verstand eine Aufgabe?
- **Herz** — Ist das Ziel emotional bedeutsam für die/den Klient*in? Spricht es an?
- **Hand** — Ist das Ziel im Alltag umsetzbar? Eröffnet es die Möglichkeit, etwas Konkretes zu tun?
Diese drei Ebenen müssen stimmig zusammengeführt werden, damit Bildungsziele für Klient*innen wichtig, bedeutsam und motivierend sind.
### Kooperative Zielfindung
Das gemeinsame Entwickeln von Zielen ist eine Antwort auf die ethische und fachliche Anforderung, Klient*innen nicht zu manipulieren ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 276](/book/arbeit/276)). Der Prozess vollzieht sich als **Pendelbewegung**: Der Blick geht zurück zu Anliegen, Ressourcen, Fallthematik und Arbeitshypothese — dann richtet er sich in die Zukunft ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 283](/book/arbeit/283)).
**Zielfindung mit wenig motivierten Klient*innen:** Im Zwangskontext formulieren Professionelle zunächst Unterstützungsziele als Orientierungslinie für das eigene Handeln, um Erfahrungsfelder zu schaffen, durch die Klient*innen schrittweise eigene Perspektiven entwickeln können ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 281](/book/arbeit/281)).
### Qualitätsanforderungen an Zielformulierungen
Gute Zielformulierungen stellen eine Herausforderung dar ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284)):
- **Positiv** formuliert (Anstrebensziel, nicht Vermeidungsziel)
- **Endzustand** beschreiben, nicht Vorgehensschritte/Massnahmen
- **Nicht zu offen** (Verbesserung des Sozialverhaltens reicht nicht) und nicht überdetailliert
- Kriterien für gute Grobziele: den Klient*innen wichtig, bedeutsam, diagnosebasiert, motivierend, erreichbar und akzeptiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 288](/book/arbeit/288))
### Tipps
- Überprüfe bei jeder Zielfindung in zweifacher Hinsicht den Bezug zu Diagnose/Analyse: als inhaltliche Grundlage UND als Hinweis auf kritische Punkte im kooperativen Zielfindungsprozess ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 290](/book/arbeit/290)).
- Der Aufwand für die gemeinsame Zielfindung wird oft unterschätzt, lohnt sich aber: Mit der Zielvereinbarung wird Verbindlichkeit hergestellt, die systematisches Arbeiten an Lösungen ermöglicht.
- Zwei hilfreiche Konzepte für die Zielfindung: **Lösungsorientierter Ansatz** (Wunderfrage, Skalierung, Ausnahmen — [Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 277](/book/arbeit/277)) und **Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)** (Motto-Ziele, somatische Marker — [Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 279](/book/arbeit/279)).
### EPG-Checkliste (max. 10 Punkte)
- [ ] **Kooperativer Zielbildungsprozess (1.5 P.):** Konkret und nachvollziehbar dargestellt
- [ ] **Zielhierarchie (1.5 P.):** Hierarchisierte Zielformulierung; Zielebenen stehen in Beziehung zueinander
- [ ] **Korrekte Formulierung (3 P.):** Ziele als Endzustand; Feinziele nach SMART; keine Verwechslung mit Massnahmen
- [ ] **Fachliche Begründung (3 P.):** Sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch begründet; Zusammenhang mit vorangehenden Prozessschritten
- [ ] **BZ/UZ-Unterscheidung (1 P.):** Nachvollziehbar und korrekt vorgenommen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285))

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@ -2,16 +2,18 @@
id: "planning-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "3.5 Interventionsplanung (max. 10 Punkte)"
variant: "sky"
variant: "amber"
---
**Handlungsleitende Konzepte** ([Buch S. 299](/book/arbeit/299)): Wähle aus der «Füllung des KPG-Modells» ein oder mehrere handlungsleitende Konzepte, die deine Intervention leiten — z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken. Begründe die Wahl fachlich und verknüpfe zentrale Aspekte explizit mit der Interventionsplanung.
**Handlungsleitende Konzepte** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299)): Wähle aus der «Füllung des KPG-Modells» ein oder mehrere handlungsleitende Konzepte, die deine Intervention leiten — z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken. Begründe die Wahl fachlich und verknüpfe zentrale Aspekte explizit mit der Interventionsplanung.
**Best/Worst Case & Nichts-tun** ([Buch S. 308](/book/arbeit/308)): Reflektiere vor der Entscheidung: Was passiert im besten Fall? Im schlimmsten Fall? Was, wenn nichts unternommen wird? Diese Reflexion hilft, Interventionen abzuwägen und unerwünschte Nebeneffekte zu antizipieren.
**Best/Worst Case & Nichts-tun** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309)): Reflektiere vor der Entscheidung: Was passiert im besten Fall? Im schlimmsten Fall? Was, wenn nichts unternommen wird? Diese Reflexion hilft, Interventionen abzuwägen und unerwünschte Nebeneffekte zu antizipieren.
**SMART-Kriterien für Feinziele** ([Buch S. 286](/book/arbeit/286)): Formuliere Feinziele nach SMART — **S**pezifisch, **M**essbar, **A**ttraktiv/Akzeptiert, **R**ealistisch, **T**erminiert. Ordne jedem Feinziel ein Grobziel zu und unterscheide zwischen Bildungs- und Unterstützungszielen.
**SMART-Kriterien für Feinziele** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)): Formuliere Feinziele nach SMART — **S**pezifisch, **M**essbar, **A**ttraktiv/Akzeptiert, **R**ealistisch, **T**erminiert. Ordne jedem Feinziel ein Grobziel zu und unterscheide zwischen Bildungs- und Unterstützungszielen.
**Kriterien (EPG-Bewertung):**
**Interventionsmodi** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 295](/book/arbeit/295)): Eingriff (nur bei Gefährdung), Angebot (freiwillig) und gemeinsames Handeln (koproduktiv). Leitlinie: Eingriffshandeln möglichst beschränken. Unterscheide situations- und personenbezogene Interventionen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 296](/book/arbeit/296)).
**Kriterien (EPG-Bewertung, max. 10 Punkte):**
- Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse und Bedeutung für die Interventionsplanung (1 Pkt.)
- Handlungsleitende Konzepte: benannt, begründet und mit der Planung verknüpft (1.5 Pkt.)
- Interventionsmöglichkeiten entworfen und reflektiert (1.5 Pkt.)

View File

@ -2,11 +2,11 @@
id: "planning-kpg-process"
type: "guidance-box"
title: "KPG 4-Schritte-Prozess"
variant: "amber"
variant: "sky"
---
💡 Die Interventionsplanung folgt vier Schritten ([Buch S. 306310](/book/arbeit/306)):
💡 Die Interventionsplanung folgt vier Schritten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 306311](/book/arbeit/306)):
1. **Vorüberlegungen** — Erkenntnisse zusammenfassen, handlungsleitendes Konzept wählen
2. **Entwerfen** (Öffnung) — Interventionsmöglichkeiten kooperativ sammeln
3. **Reflexion** (Szenarien) — Best Case / Worst Case / Nichtstun durchspielen
4. **Entscheiden & Planen** (Schliessung) — «Wer macht wann, was, wie, warum?»
1. **Vorüberlegungen** — Erkenntnisse zusammenfassen (Fakten, Fallthematik, Arbeitshypothese, Grobziele), handlungsleitendes Konzept wählen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307))
2. **Entwerfen** (Öffnung) — Interventionsmöglichkeiten kooperativ sammeln, Blickfeld weit öffnen, mind. 2025 Ideen anstreben ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308](/book/arbeit/308))
3. **Reflexion** (Szenarien) — Best Case / Worst Case / Nichtstun durchspielen, Wirkungen und Nebenfolgen abschätzen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309))
4. **Entscheiden & Planen** (Schliessung) — Beste Interventionen auswählen, «Wer macht wann, was, wie, warum?», rollende Planung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 311](/book/arbeit/311))

View File

@ -2,8 +2,8 @@
id: "planning-einleitung"
type: "markdown"
title: "Einleitungsabsatz"
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes und den Bezug zur Zielsetzung (Arbeitshypothese, Grob-/Feinziele). Kein separater Methode(n)-Abschnitt — Methoden ergeben sich aus den Schritten."
footnote: "Vgl. Hochuli Freund/Stotz: Kap. 12 Interventionsplanung, S. 293 ff."
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes und den Bezug zur Zielsetzung (Arbeitshypothese, Grob-/Feinziele). Kein separater Methode(n)-Abschnitt — Methoden ergeben sich aus den vier KPG-Schritten. Erläutere kurz, wie die Interventionsplanung auf Analyse, Diagnose und Zielsetzung aufbaut."
footnote: "📖 Interventionsplanung als zentraler Prozessschritt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 293](/book/arbeit/293)) — Aufgabe: Möglichkeiten des Vorgehens entwerfen und reflektieren, dann gemeinsam auswählen und planen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 295](/book/arbeit/295))"
---
***Ziel des Prozessschrittes***

View File

@ -2,8 +2,8 @@
id: "planning-arbeitshypothese-display"
type: "markdown-readonly"
title: "Arbeitshypothese (aus Kap. 3.3)"
hint: "Die Arbeitshypothese (Wenn-dann-Hypothese) bildet den Ausgangspunkt für die Interventionsplanung."
footnote: "Schreibgeschützte Anzeige aus Kap. 3.3 Diagnose. Die Arbeitshypothese leitet den gesamten Interventionsprozess."
hint: "Die Arbeitshypothese (Wenn-dann-Hypothese) bildet den Ausgangspunkt für die Interventionsplanung. Sie verdichtet die ergiebigsten erklärenden Hypothesen und leitet den Blickwechsel von der Erklärung zur Zukunft ein."
footnote: "🔗 Schreibgeschützte Anzeige aus Kap. 3.3 Diagnose. Die Arbeitshypothese leitet den gesamten Interventionsprozess ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 274](/book/arbeit/274))."
sourcePageDir: "060-diagnosis"
sourceBlockId: "diagnosis-arbeitshypothese"
---

View File

@ -2,8 +2,8 @@
id: "planning-vorueberlegungen"
type: "markdown"
title: "Schritt 1 — Vorüberlegungen"
hint: "Fasse die wichtigsten Erkenntnisse aus Analyse, Diagnose und Zielsetzung zusammen. Benenne mind. ein handlungsleitendes Konzept (z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung) und begründe dessen Wahl fachlich."
footnote: "EPG: «Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse … und deren Bedeutung für die Interventionsplanung ist herausgearbeitet» (1 Pkt.) + «Passende handlungsleitende Konzepte benannt und fachlich begründet» (1.5 Pkt.)"
hint: "Fasse die wichtigsten Erkenntnisse aus Analyse, Diagnose und Zielsetzung zusammen: relevante Fakten, Fallthematik, Arbeitshypothese, vereinbarte Grobziele. Benenne mind. ein handlungsleitendes Konzept (z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken) und begründe dessen Wahl fachlich. Zeige auf, wie dieses Konzept die Interventionsplanung leitet."
footnote: "💡 Schritt 1: Vorüberlegungen — diagnostische Erkenntnisse als Rahmen nutzen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307)) — Handlungsleitende Konzepte als Hintergrundfolie ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299)) — EPG: Zusammenfassung (1 P.) + Konzepte (1.5 P.)"
---
***Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse***

View File

@ -2,7 +2,7 @@
id: "planning-entwerfen"
type: "markdown"
title: "Schritt 2 — Interventionsmöglichkeiten entwerfen"
hint: "Öffnungsphase: Sammle kooperativ möglichst viele Interventionsideen (Brainstorming). Beziehe Klient*in und Team ein. Noch keine Bewertung — erst sammeln, dann reflektieren."
footnote: "EPG: «Interventionsmöglichkeiten sind entworfen und reflektiert» (1.5 Pkt.)"
hint: "Öffnungsphase: Sammle kooperativ möglichst viele Interventionsideen (mind. 2025 Ideen als Faustregel). Beziehe Klient*in und Team ein. Blickfeld weit öffnen, kreativ sein, Erfahrungswissen der Organisation nutzen. Noch keine Bewertung — erst sammeln, dann reflektieren. Konzentriere die Suche besonders auf mögliche Veränderungen von Situationen (nicht nur personenbezogen). Unterscheide Interventionsmodi: Eingriff, Angebot, gemeinsames Handeln."
footnote: "💡 Schritt 2: Blickfeld öffnen, kreativ neue Möglichkeiten erfinden ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308](/book/arbeit/308)) — Interventionsmodi: Eingriff, Angebot, gemeinsames Handeln ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 295](/book/arbeit/295)) — EPG: «Interventionsmöglichkeiten sind entworfen und reflektiert» (1.5 P.)"
---

View File

@ -2,7 +2,7 @@
id: "planning-reflektieren"
type: "markdown"
title: "Schritt 3 — Interventionsmöglichkeiten reflektieren"
hint: "Reflektiere die gesammelten Interventionsmöglichkeiten anhand von Szenarien: Best Case (bestmöglicher Verlauf), Worst Case (schlechtmöglichster Verlauf), Nichtstun (was passiert ohne Intervention?). Begründe die Auswahl fachlich mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung."
footnote: "Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 309: «Schritt 3: Reflexion der Interventionsmöglichkeiten». EPG: «Die Auswahl von Interventionsmöglichkeiten ist fachlich begründet» (1.5 Pkt.)"
hint: "Reflektiere die gesammelten Interventionsmöglichkeiten anhand von Szenarien: Best Case (bestmöglicher Verlauf), Worst Case (schlechtmöglichster Verlauf/Katastrophengeschichte), Nichtstun (was passiert ohne Intervention?). Diese Reflexionsmethode hilft, Wirkungen und unerwünschte Nebenfolgen abzuschätzen. Zusätzlich reflektieren: Ressourcen, Einflussfaktoren, ethische Aspekte, Handlungsbedarf. Begründe die finale Auswahl fachlich mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung."
footnote: "💡 Schritt 3: Reflexion mittels Szenarien ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309)) — Auswahl fachlich begründet mit Bezug zur Fallbearbeitung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 311](/book/arbeit/311)) — EPG: Auswahl fachlich begründet (1.5 P.)"
---

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@ -2,8 +2,8 @@
id: "planning-interventionsplan"
type: "markdown"
title: "Konkrete Interventionsplanung"
hint: "Plane konkret anhand EINES ausgewhlten Feinziels. Beantworte: «Wer macht wann, was, wie, warum?» Verknüpfe die Planung methodisch-strukturiert mit dem handlungsleitenden Konzept. Stelle klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dar."
footnote: "EPG: «Die konkrete Interventionsplanung anhand eines der formulierten Feinziele beantwortet ganz konkret die Frage Wer macht wann, was, wie, warum?›» (3 Pkt.) + «Kooperationen konkret dargestellt» (1.5 Pkt.)"
hint: "Plane konkret anhand EINES ausgewählten Feinziels. Beantworte: «Wer macht wann, was, wie, warum?» Verknüpfe die Planung methodisch-strukturiert mit dem handlungsleitenden Konzept. Stelle klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dar. Denke an die rollende Planung: nur die erste Interventionsphase detailliert planen, weitere erst nach Zwischenevaluation."
footnote: "💡 Schritt 4: Entscheiden und Planen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 311](/book/arbeit/311)) — Rollende Planung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 298](/book/arbeit/298)) — EPG: W-Fragen (3 P.) + Kooperationen (1.5 P.)"
---
| Wer? | Wann? | Was? | Wie? | Warum? |
|------|-------|------|------|--------|

View File

@ -4,11 +4,13 @@ type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Interventionsplanung"
variant: "slate"
---
Bevor du zur Reflexion übergehst, prüfe:
Bevor du zur Reflexion übergehst, prüfe anhand der EPG-Kriterien (max. 10 Punkte):
- Vorüberlegungen: Sind die bisherigen Erkenntnisse zusammengefasst und deren Bedeutung für die Planung herausgearbeitet?
- Handlungsleitendes Konzept: Ist mind. ein Konzept benannt, begründet und mit der Planung verknüpft?
- Entwerfen & Reflexion: Wurden Interventionsmöglichkeiten kooperativ entworfen und mit Szenarien (Best/Worst/Nichtstun) reflektiert?
- Feinziele: Sind sie nach SMART formuliert und Grobzielen zugeordnet (BZ/UZ)?
- W-Fragen: Beantwortet der Interventionsplan für ein Feinziel konkret «Wer macht wann, was, wie, warum?»
- Kooperation: Sind klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dargestellt?
- [ ] **Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse (1 P.):** Sind die wichtigsten Erkenntnisse aus Analyse, Diagnose und Zielsetzung zusammengefasst und deren Bedeutung für die Interventionsplanung herausgearbeitet ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307))?
- [ ] **Handlungsleitendes Konzept (1.5 P.):** Ist mind. ein Konzept benannt, fachlich begründet und mit der Planung verknüpft ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299))?
- [ ] **Entwerfen & Reflexion (1.5 P.):** Wurden Interventionsmöglichkeiten kooperativ entworfen und mit Szenarien (Best/Worst/Nichtstun) reflektiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308309](/book/arbeit/308))?
- [ ] **Auswahl fachlich begründet (1.5 P.):** Ist die Auswahl von Interventionsmöglichkeiten fachlich begründet mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung?
- [ ] **Feinziele (SMART):** Sind die Feinziele nach SMART formuliert und Grobzielen zugeordnet (BZ/UZ) ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))?
- [ ] **W-Fragen (3 P.):** Beantwortet der Interventionsplan für ein Feinziel konkret «Wer macht wann, was, wie, warum?» — methodisch-strukturiert und fallbezogen?
- [ ] **Kooperation (1.5 P.):** Sind klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dargestellt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 305](/book/arbeit/305))?
- [ ] **Rollende Planung:** Wurde berücksichtigt, dass nur die erste Interventionsphase detailliert geplant wird ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 298](/book/arbeit/298))?

View File

@ -1,10 +1,75 @@
Plane konkrete Interventionen kooperativ im KPG-4-Schritte-Prozess: Vorüberlegungen → Entwerfen → Reflektieren → Entscheiden & Planen. Beantworte die W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wie? Warum?) und begründe deine Planung mit handlungsleitenden Konzepten. EPG-Bewertung: max. 10 Punkte.
Plane konkrete Interventionen kooperativ im KPG-4-Schritte-Prozess ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 306311](/book/arbeit/306)). Von Intervention im engeren Sinne wird gesprochen, wenn auf der Grundlage einer Analyse und im Hinblick auf Grobziele ein umfassender Handlungsplan entwickelt und realisiert wird ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 293](/book/arbeit/293)). EPG-Bewertung: max. 10 Punkte.
### Checkliste
### Der KPG 4-Schritte-Prozess
- Vorüberlegungen: Erkenntnisse zusammengefasst, handlungsleitendes Konzept gewählt & begründet
- Entwerfen: Interventionsmöglichkeiten kooperativ gesammelt
- Reflexion: Best Case / Worst Case / Nichtstun durchgespielt
- Feinziele: SMART-formuliert, Grobzielen zugeordnet, BZ/UZ unterschieden
- Interventionsplan: W-Fragen für ein Feinziel beantwortet
- Kooperation: Klient*in und inter-/intraprofessionell dargestellt
**Schritt 1 — Vorüberlegungen** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307)):
Fasse die wichtigsten Erkenntnisse aus Situationserfassung, Analyse, Diagnose und Zielsetzung zusammen: relevante Fakten, Fallthematik, Arbeitshypothese, vereinbarte Grobziele. Kläre, ob die Organisation sich an einem handlungsleitenden Konzept orientiert. Diese Rückschau verhindert, dass die aufwändig erarbeiteten diagnostischen Erkenntnisse ungenutzt bleiben.
**Schritt 2 — Entwerfen (Öffnung)** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308](/book/arbeit/308)):
Blickfeld möglichst weit öffnen, kreativ neue Möglichkeiten erfinden — ohne vorschnelle Einschränkungen. Ressourcen der Klient*in und des gesamten Umfelds einbeziehen. Erfahrungswissen der Organisation nutzen. Faustregel: Mindestens 2025 Interventionsideen sammeln. Besonders auf Veränderungen von Situationen konzentrieren (nicht nur personenbezogene Interventionen).
**Schritt 3 — Reflexion (Szenarien)** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309)):
Gesammelte Interventionsideen mittels Szenarien bewerten: **Best Case** (bestmöglicher Verlauf), **Worst Case** (schlechtmöglichster Verlauf/Katastrophengeschichte), **Nichts-tun** (was passiert ohne Intervention?). Darüber hinaus: Ressourcen, Einflussfaktoren, ethische Aspekte, Handlungsbedarf und Team-Ebene reflektieren.
**Schritt 4 — Entscheiden & Planen (Schliessung)** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 311](/book/arbeit/311)):
Auf der Basis der Reflexion die besten Interventionen auswählen, Zuständigkeiten klären, Zeitrahmen festlegen und die erste Interventionsphase im Sinne der **rollenden Planung** detailliert planen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 298](/book/arbeit/298)). Konkret: «Wer macht wann, was, wie, warum?»
### Handlungsleitende Konzepte
Interventionsplanung stützt sich auf handlungsleitende Konzepte, die eine Hintergrundfolie bilden und fallspezifisch angepasst werden ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299)). Beispiele:
- **Empowerment** — Befähigung und Stärkung der Selbstwirksamkeit
- **Lebensweltorientierung** — Alltagsbezug, Lebenslage, soziale Einbettung
- **Ressourcenorientierung** — Individuelle und soziale Ressourcen nutzen
- **Systemisches Denken** — Wechselwirkungen im Bezugssystem berücksichtigen
- **Lösungsorientierter Ansatz** — Fokus auf Gelingendes statt Problemerklärungen
Mindestens ein Konzept muss benannt, fachlich begründet und mit der Interventionsplanung verknüpft werden.
### Interventionsmodi und -typen
Müller unterscheidet drei Modi ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 295](/book/arbeit/295)):
- **Eingriff** — Mit Machtausübung, nur bei Gefährdung legitimiert
- **Angebot** — Basiert auf Freiwilligkeit (Rahmenangebote, spezifische fallbezogene Angebote)
- **Gemeinsames Handeln** — Koproduktiv, auf Augenhöhe
Leitlinie: Eingriffshandeln möglichst beschränken und in gemeinsames Handeln überführen. Unterscheide situations- und personenbezogene Interventionen — Situationsveränderungen bergen oft grossen Mehrwert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 296](/book/arbeit/296)).
### SMART-Kriterien für Feinziele
Feinziele operationalisieren Grobziele für die konkrete Interventionsplanung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)):
- **S** — Spezifisch: Klar und eindeutig formuliert
- **M** — Messbar: Erreichung überprüfbar
- **A** — Attraktiv/Akzeptiert: Ausgehandelt, von allen Beteiligten mitgetragen
- **R** — Realistisch: Erreichbar unter den gegebenen Bedingungen
- **T** — Terminiert: Mit Zeithorizont versehen
Ordne jedes Feinziel einem Grobziel zu und unterscheide BZ/UZ.
### W-Fragen — Konkrete Interventionsplanung
Die Interventionsplanung anhand eines Feinziels beantwortet die Frage «Wer macht wann, was, wie, warum?»:
- **Wer?** — Welche Person(en) sind zuständig/beteiligt?
- **Wann?** — Zeitrahmen, Termine, Phasen
- **Was?** — Welche konkreten Handlungen/Aktivitäten?
- **Wie?** — Methodisches Vorgehen, Vorgehensweise
- **Warum?** — Fachliche Begründung mit Bezug zum handlungsleitenden Konzept
### Kooperation
Interventionsplanung geschieht idealerweise gemeinsam mit Klient*innen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 305](/book/arbeit/305)). Auf der Fachebene dient die Hilfekonferenz als Gefäss für interprofessionelle Koordination. Auch in Zwangskontexten lassen sich Strategien finden, die am unmittelbaren Interesse des Klienten ansetzen. Die Ausweitung der Wahlmöglichkeiten steht im Zentrum.
### Tipps
- Unterscheide sorgfältig zwischen Grobzielen (Kap. 3.4) und Feinzielen (hier): Feinziele sind konkreter und SMART-formuliert.
- Die sorgfältige Interventionsplanung bedeutet Aufwand, der sich lohnt: Die Rückschau ermöglicht, diagnostische Erkenntnisse angemessen zu berücksichtigen und die Ausrichtung auf Grobziele zu gewährleisten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 313](/book/arbeit/313)).
- **Rollende Planung:** Nur die erste Interventionsphase detailliert planen, weitere erst nach Zwischenevaluation konkretisieren ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 298](/book/arbeit/298)).
- **Evidence Based Practice:** Prüfe, ob für dein spezifisches Problem Forschungsergebnisse beigezogen werden können ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 302](/book/arbeit/302)).
### EPG-Checkliste (max. 10 Punkte)
- [ ] **Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse (1 P.):** Erkenntnisse zusammengefasst und deren Bedeutung für die Interventionsplanung herausgearbeitet
- [ ] **Handlungsleitendes Konzept (1.5 P.):** Mind. ein Konzept benannt, fachlich begründet und mit der Planung verknüpft
- [ ] **Interventionsmöglichkeiten entworfen und reflektiert (1.5 P.):** Kooperativ entworfen, mit Szenarien reflektiert
- [ ] **Auswahl fachlich begründet (1.5 P.):** Mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung
- [ ] **Konkrete Interventionsplanung / W-Fragen (3 P.):** Anhand eines Feinziels «Wer macht wann, was, wie, warum?» methodisch-strukturiert beantwortet
- [ ] **Kooperation (1.5 P.):** Klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dargestellt

View File

@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
"stepId": "080-interventionPlanning",
"title": "3.5 Prozessschritt Interventionsplanung",
"subTitle": "Konkrete Planung von Massnahmen.",
"subTitle": "Konkrete Planung von Massnahmen im KPG-4-Schritte-Prozess.",
"accentColor": "var(--color-step-5)",
"status": "pending",
"progress": 0,
"labels": [
"Wie und womit?"
],
"overview": "Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen. Daraus werden kooperativ 23 Feinziele abgeleitet, dem/einem Grobziel zugeordnet und in Bildungs- und Unterstützungsziele unterteilt."
"overview": "Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen (4-Schritte-Prozess: Vorüberlegungen → Entwerfen → Reflektieren → Entscheiden & Planen). Daraus werden kooperativ 23 Feinziele nach SMART abgeleitet, Grobzielen zugeordnet und in BZ/UZ unterteilt. Konkrete Interventionsplanung anhand eines Feinziels: «Wer macht wann, was, wie, warum?»"
}

View File

@ -2,11 +2,20 @@
id: "reflection-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "4. Fachliche Reflexion (max. 9 Punkte)"
variant: "sky"
variant: "amber"
---
📝 Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses ([Buch S. 344](/book/arbeit/344)). Reflektiere dein Vorgehen distanziert und selbstkritisch — keine blosse Zusammenfassung, sondern eine bewertende Rückschau.
📝 Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 332](/book/arbeit/332)). Reflektiere dein Vorgehen distanziert und selbstkritisch — keine blosse Zusammenfassung, sondern eine bewertende Rückschau. Die Begriffe Reflexion und Evaluation sind wenig trennscharf; Reflexion gilt als allgemeine Aufgabe, Evaluation als strukturierte, kriteriengeleitete Überprüfung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 335](/book/arbeit/335)).
**Kriterien (EPG-Bewertung):**
**EPG-Leitfragen:**
1. Welche Bedeutung/Relevanz haben Theorien/Fachwissen für meine Praxis? Stärken/Schwächen? Alternativen?
2. Welche Bedeutung/Relevanz haben die beigezogenen methodischen Zugänge? Stärken/Schwächen? Alternativen?
3. Wie ist es mir gelungen, meine Rolle als Fachperson zu gestalten?
4. Welche Werte/Haltungen haben mich geleitet? Auswirkungen? Verändert/bestätigt/differenziert?
5. Welche Schwierigkeiten haben sich im Handlungsprozess ergeben? Ursachen? Umgang? Alternativen?
6. Was hätte ich rückblickend noch berücksichtigen können?
7. Was würde ich genauso und was anders machen? Weshalb?
**Kriterien (EPG-Bewertung, max. 9 Punkte):**
- Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Bedeutung und Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität) (3 Pkt.)
- Klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation (1.5 Pkt.)
- Eigene Rolle als Fachperson (1.5 Pkt.)

View File

@ -2,8 +2,8 @@
id: "reflection-fachliches-vorgehen"
type: "markdown"
title: "Fachliches und methodisches Vorgehen"
hint: "Reflektiere dein fachliches und methodisches Vorgehen über den gesamten Gestaltungsprozess. Gehe auf die Bedeutung und den Zusammenhang der einzelnen Prozessschritte ein (Zirkularität): Wo hast du Schritte wiederholt? Wo hätte eine Rückkehr zu einem früheren Schritt geholfen?"
footnote: "EPG: «Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Bedeutung und Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität)» (3 Pkt.). Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 345: Reflexion des Prozessschrittes."
hint: "Reflektiere dein fachliches und methodisches Vorgehen über den gesamten Gestaltungsprozess. Gehe auf die Bedeutung und den Zusammenhang der einzelnen Prozessschritte ein (Zirkularität): Wo hast du Schritte wiederholt oder wäre eine Rückkehr zu einem früheren Schritt sinnvoll gewesen? Welche Theorien/Fachwissen waren wichtig — Stärken/Schwächen? Welche methodischen Zugänge haben sich bewährt? Welche Alternativen wären geeignet gewesen?"
footnote: "🔄 Zirkularität: Der KPG-Prozess ist nicht linear — Erkenntnisse aus späteren Schritten können frühere in Frage stellen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 345](/book/arbeit/345)) — EPG: Fachliches Vorgehen inkl. Zirkularität (3 P.)"
---
***Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Zirkularität***

View File

@ -2,7 +2,7 @@
id: "reflection-kooperation"
type: "markdown"
title: "Kooperation"
hint: "Reflektiere die klient*innenspezifische und die intra-/interprofessionelle Kooperation über den gesamten Prozess. Wo gelang die Zusammenarbeit gut? Wo gab es Schwierigkeiten? Wie wurde Multiperspektivität sichergestellt?"
footnote: "EPG: «Klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation» (1.5 Pkt.). Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 90 ff. (Kap. 5 Kooperation)."
hint: "Reflektiere die klient*innenspezifische und die intra-/interprofessionelle Kooperation über den gesamten Prozess. Wo gelang die Zusammenarbeit gut? Wo gab es Schwierigkeiten? Wie wurde Multiperspektivität sichergestellt? Koproduktion: Wie wurde das Klient*innensystem aktiv beteiligt? Interprofessionell: Wie gelang die Verschränkung verschiedener fachlicher Perspektiven?"
footnote: "🤝 Kooperation und Multiperspektivität ([Praxis, S. 90](/book/praxis/90)) — Koproduktive Leistung ([Praxis, S. 100](/book/praxis/100)) — Evaluationsdimension Kooperation ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344)) — EPG: Kooperation (1.5 P.)"
---
***Klient*****innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation**\*

View File

@ -2,8 +2,8 @@
id: "reflection-eigene-rolle"
type: "markdown"
title: "Eigene Rolle als Fachperson"
hint: "Reflektiere deine eigene Rolle als Fachperson: professionelle Haltung, Werte, Nähe-Distanz-Verhältnis, Umgang mit Ungewissheit und Macht. Wo bist du an Grenzen gestossen? Was hat dich persönlich herausgefordert?"
footnote: "EPG: «Eigene Rolle als Fachperson» (1.5 Pkt.). Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 322 f.: Rollenwechsel und emotionale Verstrickungen."
hint: "Reflektiere deine eigene Rolle als Fachperson: professionelle Haltung, Werte, Nähe-Distanz-Verhältnis, Umgang mit Ungewissheit und Macht. Wo bist du an Grenzen gestossen? Was hat dich persönlich herausgefordert? Haben sich deine Werte und Haltungen im Prozess verändert, bestätigt oder differenziert? EPG-Leitfrage: «Wie ist es mir gelungen, meine Rolle als Fachperson zu gestalten?»"
footnote: "🧑‍🏫 Eigene Rolle als Fachperson reflektieren — Rollenwechsel und emotionale Verstrickungen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 322](/book/arbeit/322)) — EPG-Leitfragen: Rolle, Werte, Haltungen, Auswirkungen — EPG: Eigene Rolle (1.5 P.)"
---
***Eigene Rolle als Fachperson***

View File

@ -2,8 +2,8 @@
id: "reflection-konsequenzen"
type: "markdown"
title: "Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse"
hint: "Formuliere mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse: Was würdest du beim nächsten Mal anders machen? Was hat sich bewhrt? Welche Erkenntnisse nimmst du für dein weiteres professionelles Handeln mit? Gibt es einen Fallabschluss oder Weiterführung?"
footnote: "EPG: «Mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse werden dargestellt» (3 Pkt.)."
hint: "Formuliere mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse: Was würdest du beim nächsten Mal anders machen? Was hat sich bewährt? Welche Erkenntnisse nimmst du für dein weiteres professionelles Handeln mit? Gibt es einen Fallabschluss oder Weiterführung? Es geht um eine Gesamtschau und die Frage, was gelernt werden kann. Diese Dimension wird mit 3 Punkten am höchsten gewichtet."
footnote: "💡 Gesamtbeurteilung und Folgerungen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344)) — EPG-Leitfragen: Schwierigkeiten, Rückblick, Transfer — Evaluation als Chance zu lernen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 336](/book/arbeit/336)) — EPG: Konsequenzen und Erkenntnisse (3 P.)"
---
***Mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse***

View File

@ -4,10 +4,11 @@ type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Fachliche Reflexion"
variant: "slate"
---
Bevor du den Prozess abschliesst, prüfe:
Bevor du den Prozess abschliesst, prüfe anhand der EPG-Kriterien (max. 9 Punkte):
- Fachliches Vorgehen: Hast du dein methodisches Vorgehen kritisch reflektiert und den Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität) aufgezeigt?
- Kooperation: Ist die Zusammenarbeit mit Klient*in und Fachpersonen (intra-/interprofessionell) differenziert reflektiert?
- Eigene Rolle: Hast du deine professionelle Haltung, Werte und Herausforderungen selbstkritisch beleuchtet?
- Konsequenzen: Sind konkrete Erkenntnisse und Konsequenzen für dein weiteres professionelles Handeln formuliert?
- Tiefe: Ist dies eine bewertende Reflexion (nicht nur eine Zusammenfassung)?
- [ ] **Fachliches Vorgehen & Zirkularität (3 P.):** Hast du dein methodisches Vorgehen kritisch reflektiert und den Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität) aufgezeigt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 345](/book/arbeit/345))? Theorien/Fachwissen bewertet, Alternativen benannt?
- [ ] **Kooperation (1.5 P.):** Ist die Zusammenarbeit mit Klient*in und Fachpersonen (intra-/interprofessionell) differenziert reflektiert ([Praxis, S. 90](/book/praxis/90))?
- [ ] **Eigene Rolle (1.5 P.):** Hast du deine professionelle Haltung, Werte und Herausforderungen selbstkritisch beleuchtet? Wurden Veränderungen im Prozess reflektiert?
- [ ] **Konsequenzen (3 P.):** Sind konkrete Erkenntnisse und Konsequenzen für dein weiteres professionelles Handeln formuliert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344))? Was würdest du gleich/anders machen?
- [ ] **Tiefe:** Ist dies eine bewertende, kritische Reflexion — nicht nur eine Zusammenfassung des bisherigen Vorgehens?
- [ ] **Reflexionsnotizen:** Hast du die während der Arbeit gesammelten Reflexionsnotizen als Grundlage einbezogen?

View File

@ -1,8 +1,65 @@
Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses. Keine Zusammenfassung — eine bewertende Rückschau auf dein Vorgehen, die Kooperation, deine Rolle und die Konsequenzen. EPG-Bewertung: max. 9 Punkte.
Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 332](/book/arbeit/332)). «Auswerten, Bilanz ziehen und daraus lernen» — das sind die abschliessenden Aufgaben bei jedem Unterstützungsprozess ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 332](/book/arbeit/332)). EPG-Bewertung: max. 9 Punkte.
### Checkliste
### Reflexion ≠ Zusammenfassung
- Fachliches/methodisches Vorgehen & Zirkularität der Prozessschritte
- Kooperation: klient*innenspezifisch und inter-/intraprofessionell
- Eigene Rolle: Haltung, Werte, Herausforderungen
- Konsequenzen & zentrale Erkenntnisse für weiteres Handeln
Die Reflexion ist **keine blosse Zusammenfassung** des bisherigen Vorgehens, sondern eine bewertende, kritische Rückschau. Reflexion bedeutet, Distanz zum eigenen Handeln zu gewinnen und es mit fachlichem Blick zu beurteilen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 335](/book/arbeit/335)). Die Begriffe Reflexion und Evaluation sind wenig trennscharf — Reflexion gilt als allgemeine, im Habitus verankerte Aufgabe, Evaluation dagegen als strukturierte, kriteriengeleitete Überprüfung, die Reflexionsfähigkeit voraussetzt.
### Vier Reflexionsdimensionen
**1. Fachliches und methodisches Vorgehen inkl. Zirkularität (3 P.)**
Reflektiere dein fachliches Vorgehen über den gesamten Gestaltungsprozess. Kernfrage: Wie haben die einzelnen Prozessschritte zusammengewirkt?
- **Zirkularität:** Der KPG-Prozess ist nicht linear, sondern zirkulär — Erkenntnisse aus späteren Schritten können früherer Schritte in Frage stellen und eine Rückkehr erfordern ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344)). Wo hast du Schritte wiederholt? Wo hätte eine Rückkehr geholfen?
- Welche Bedeutung/Relevanz haben Theorien und Fachwissen für deine Praxis? Stärken/Schwächen? Welche alternativen Theorien wären geeignet?
- Welche Bedeutung/Relevanz haben die beigezogenen methodischen Zugänge? Stärken/Schwächen? Welche anderen Zugänge wären geeignet?
**2. Kooperation (1.5 P.)**
Reflektiere die Zusammenarbeit auf zwei Ebenen:
- **Klient*innenspezifisch:** Wie gelang die Zusammenarbeit mit dem Klient*innensystem? Wo waren Schwierigkeiten? Wie wurde das Prinzip der Koproduktion umgesetzt? ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344))
- **Intra-/interprofessionell:** Wie gelang die Zusammenarbeit im Team (intraprofessionell) und mit anderen Berufsgruppen (interprofessionell)? Wie wurde Multiperspektivität sichergestellt? ([Praxis: Kooperation und Multiperspektivität, S. 90](/book/praxis/90))
**3. Eigene Rolle als Fachperson (1.5 P.)**
- Wie ist es dir gelungen, deine Rolle als Fachperson zu gestalten?
- Welche Werte und Haltungen haben dich geleitet? Welche Auswirkungen hatten diese? Haben sie sich verändert, bestätigt, differenziert?
- Nähe-Distanz-Verhältnis: Wo bist du an Grenzen gestossen? Was hat dich persönlich herausgefordert?
- Umgang mit Ungewissheit und Macht in der Beziehung zu Klient*innen
**4. Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse (3 P.)**
- Welche Schwierigkeiten haben sich im Handlungsprozess ergeben? Woran könnte dies gelegen haben? Wie bist du damit umgegangen?
- Was hätte rückblickend noch berücksichtigt werden können?
- Was würdest du in einer ähnlichen Situation genauso machen? Was anders? Warum?
- Welche zentralen Erkenntnisse nimmst du für dein weiteres professionelles Handeln mit?
- Gibt es einen Fallabschluss oder Weiterführung? Was sind die nächsten Schritte?
Diese Dimension wird am höchsten gewichtet. Es geht um eine Gesamtschau und die Frage, was gelernt werden kann, wenn die Erkenntnisse insgesamt betrachtet werden ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344)).
### EPG-Leitfragen zur Unterstützung
Die EPG formuliert sieben Leitfragen zur Reflexion:
1. Welche Bedeutung/Relevanz haben Theorien/Fachwissen für meine Praxis? Stärken/Schwächen?
2. Welche Bedeutung/Relevanz haben die beigezogenen methodischen Zugänge? Stärken/Schwächen?
3. Wie ist es mir gelungen, meine Rolle als Fachperson zu gestalten?
4. Welche Werte, Haltungen haben mich geleitet? Auswirkungen? Veränderung?
5. Welche Schwierigkeiten haben sich ergeben? Woran könnte dies gelegen haben?
6. Was hätte ich rückblickend noch berücksichtigen können?
7. Was würde ich genauso und was anders machen? Weshalb?
### Tipps
- **Evaluation als organisierte Pause:** Fallbezogene Evaluation ist eine bewusst organisierte Unterbrechung, die es ermöglicht, aus der Eigendynamik auszusteigen und Distanz zu gewinnen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 338](/book/arbeit/338)).
- **Fehlerfreundlichkeit:** Die Offenheit, eigene Fehler zuzugeben, kann Klient*innen von Versagensgefühlen entlasten und einen neuen Möglichkeitsraum eröffnen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 337](/book/arbeit/337)).
- **Evaluation bezieht sich auf alle Prozessschritte** und diese wiederum auf die Evaluation — sowohl als abschliessende Gesamtevaluation wie auch als kurze Auswertung jedes einzelnen Schritts ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 336](/book/arbeit/336)).
- **Gemeinsame Evaluation mit Klient*innen:** Trotz struktureller Machtasymmetrie eine Atmosphäre schaffen, in der ehrliche und kritische Rückmeldungen möglich sind.
- Nutze die **Reflexionsnotizen**, die du während der Arbeit an früheren Prozessschritten gesammelt hast — sie bilden eine wertvolle Grundlage für die abschliessende Reflexion.
### EPG-Checkliste (max. 9 Punkte)
- [ ] **Fachliches Vorgehen & Zirkularität (3 P.):** Methodisches Vorgehen kritisch reflektiert; Zusammenhang der Prozessschritte und Zirkularität aufgezeigt
- [ ] **Kooperation (1.5 P.):** Klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Zusammenarbeit differenziert reflektiert
- [ ] **Eigene Rolle (1.5 P.):** Professionelle Haltung, Werte, Herausforderungen selbstkritisch beleuchtet
- [ ] **Konsequenzen (3 P.):** Konkrete Erkenntnisse und Konsequenzen für weiteres professionelles Handeln formuliert
- [ ] **Tiefe:** Bewertende Reflexion (nicht nur Zusammenfassung)

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@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
"stepId": "090-reflection",
"title": "4. Fachliche Reflexion",
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"subTitle": "Kritische Reflexion des gesamten Vorgehens: Prozesslogik, Kooperation, Rolle, Ausblick.",
"accentColor": "var(--color-step-6)",
"status": "pending",
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"labels": [
"Reflexion"
],
"overview": "Abschließende fachliche Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses. Reflektiere: Prozessschritte und Zirkularität, Kooperation und Koproduktion, die eigene professionelle Rolle und Haltung sowie Konsequenzen für weiteres Handeln oder Fallabschluss."
"overview": "Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses — keine blosse Zusammenfassung, sondern eine bewertende Rückschau. Reflektiere: Fachliches und methodisches Vorgehen inkl. Zirkularität der Prozessschritte, klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation, die eigene professionelle Rolle und Haltung sowie Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse für weiteres Handeln."
}

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@ -2,6 +2,7 @@
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title: "Einleitung"
hint: "Einführender Absatz zum Quellenverzeichnis."
hint: "Optionaler einführender Absatz zum Quellenverzeichnis. Kann leer bleiben oder kurz erläutern, dass die Quellen gemäss APA 7th Edition aufgeführt sind und KI-basierte Tools in einer separaten Zitationstabelle dokumentiert werden."
footnote: "📚 Quellenverzeichnis gemäss Richtlinien für schriftliche Facharbeiten, Kap. 9 sowie Metzger (2022, Kap. 7.5.2.3)"
---

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@ -2,7 +2,8 @@
id: "references-literature"
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title: "Literaturverzeichnis (APA 7)"
hint: "Alle verwendeten Quellen gemäss APA 7th Edition. Alphabetisch nach Autor*in sortiert."
hint: "Alle verwendeten Quellen gemäss APA 7th Edition. Alphabetisch nach Erstautor*in sortiert. Hängende Einzüge verwenden. DOI als Link angeben (https://doi.org/xxx). Alle im Text zitierten Quellen müssen hier aufgeführt sein — und umgekehrt."
footnote: "📚 APA 7th Edition — Alphabetisch, hängende Einzüge, DOI als Link. EPG: Quellenverzeichnis (1.5 P.)"
---
***Literaturverzeichnis***

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@ -2,7 +2,8 @@
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title: "Zitationstabelle KI-basierte Tools"
hint: "Dokumentation der Nutzung KI-basierter Tools gemäss Agogis-Richtlinien."
hint: "Dokumentation der Nutzung KI-basierter Tools gemäss Agogis-Leitfaden. Tabellarische Darstellung: Welches Tool? Wofür und wo eingesetzt? Welcher Prompt? Welche Anpassungen an der Ausgabe? Es muss klar ersichtlich sein, was übernommene Gedanken und was Eigenleistung ist. Auch wenn kein KI-Tool eingesetzt wurde: leere Tabelle mit Vermerk."
footnote: "🤖 KI-Zitationstabelle gemäss Agogis-Leitfaden zum Umgang mit KI-basierten Tools — EPG: Quellenverzeichnis inkl. KI-Zitationstabelle (1.5 P.)"
---
***Zitationstabelle KI-basierte Tools***

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@ -2,7 +2,8 @@
id: "references-figures"
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title: "Abbildungsverzeichnis"
hint: "Verzeichnis aller Abbildungen mit Titel und Seitenzahl (falls vorhanden)."
hint: "Verzeichnis aller Abbildungen mit Nummer, Titel und Seitenzahl. Falls keine Abbildungen vorhanden sind, kann dieses Verzeichnis entfallen oder mit einem Vermerk «keine Abbildungen» versehen werden."
footnote: "🖼️ Abbildungsverzeichnis gemäss APA 7 — Nummerierung fortlaufend, Titel unter der Abbildung"
---
***Abbildungsverzeichnis***

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@ -2,7 +2,8 @@
id: "references-tables"
type: "markdown"
title: "Tabellenverzeichnis"
hint: "Verzeichnis aller Tabellen mit Titel und Seitenzahl (falls vorhanden)."
hint: "Verzeichnis aller Tabellen mit Nummer, Titel und Seitenzahl. Falls keine Tabellen vorhanden sind, kann dieses Verzeichnis entfallen oder mit einem Vermerk «keine Tabellen» versehen werden."
footnote: "📊 Tabellenverzeichnis gemäss APA 7 — Nummerierung fortlaufend, Titel über der Tabelle"
---
***Tabellenverzeichnis***

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@ -1,8 +1,54 @@
Quellenverzeichnis gemäss APA 7th Edition. Literaturverzeichnis, Zitationstabelle KI-basierte Tools, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.
Quellenverzeichnis gemäss APA 7th Edition. Das Quellenverzeichnis ist gemäss den Richtlinien für schriftliche Facharbeiten (Kap. 9) sowie Metzger (2022, insbesondere Kap. 7.5.2.3) zu erstellen. Formale Kriterien fliessen in die EPG-Bewertung ein: Zitation (1.5 P.) und Quellenverzeichnis inkl. KI-Zitationstabelle (1.5 P.).
### APA 7th Edition — Wichtige Regeln
**Grundformat Buch:**
Nachname, V. (Jahr). *Titel des Buches* (Auflage). Verlag.
**Grundformat Zeitschriftenartikel:**
Nachname, V. (Jahr). Titel des Artikels. *Zeitschriftenname*, *Band*(Heft), Seitenangabe. https://doi.org/xxx
**Grundformat Internetquelle:**
Nachname, V. (Jahr, Datum). *Titel der Webseite*. Name der Website. URL
**Wichtige Hinweise:**
- Alphabetisch nach Erstautor*in sortieren
- Hängende Einzüge verwenden
- DOI als Link angeben (https://doi.org/xxx), nicht als DOI:xxx
- Bis 20 Autor*innen alle aufführen; ab 21 die ersten 19, dann «…» und die letzte
- Institutionelle Autor*innen: Wenn Autor = Verlag, Verlag weglassen
- Mehrere Werke desselben Autors: chronologisch sortieren; bei gleichem Jahr a, b, c anfügen
- Kein «Zugriff am …» bei stabilen Quellen; bei instabilen: «Abgerufen am TT. Monat JJJJ, von URL»
### KI-Zitationstabelle
Der Einsatz von KI-basierten Tools muss gemäss Agogis-Leitfaden transparent dokumentiert werden. Die Zitationstabelle enthält:
| Verwendetes KI-Tool | Wofür und wo eingesetzt? | Welcher Prompt? | Welche Anpassungen? |
|---|---|---|---|
| z. B. ChatGPT 4o | Zusammenfassung Kap. 3.2 | «Fasse folgende Kernpunkte zusammen: …» | Eigene fachliche Überprüfung, Anpassung der Formulierungen, Ergänzung der Quellenangaben |
**Wichtig:** Es muss klar ersichtlich sein, was übernommene Gedanken und was Eigenleistung ist. Ist das nicht der Fall, erfolgt eine Auflage.
### Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Falls die Arbeit Abbildungen oder Tabellen enthält, sind diese in separaten Verzeichnissen aufzuführen:
- **Abbildungsverzeichnis:** Alle Abbildungen mit Nummer, Titel und Seitenzahl
- **Tabellenverzeichnis:** Alle Tabellen mit Nummer, Titel und Seitenzahl
### Formale Anforderungen (Erinnerung)
- Umfang: 24'00039'000 Zeichen ohne Leerzeichen (Titel-, Inhalts-, Quellenverzeichnis und Anhang zählen nicht)
- Seitenzahlen nummerieren
- Diversitätsgerechte Formulierung (Gendergerechte Sprache)
- Korrektes Zitieren nach APA 7 (sowohl im Text als auch im Verzeichnis)
- Plagiate und Selbstplagiate sind untersagt und können disziplinarische Folgen haben
### Checkliste
- Literaturverzeichnis (APA 7)
- Zitationstabelle KI-basierte Tools
- Abbildungsverzeichnis (falls vorhanden)
- Tabellenverzeichnis (falls vorhanden)
- [ ] Literaturverzeichnis vollständig und gemäss APA 7th Edition formatiert
- [ ] Alle im Text zitierten Quellen im Verzeichnis enthalten (und umgekehrt)
- [ ] KI-Zitationstabelle ausgefüllt (auch wenn kein KI eingesetzt wurde: leere Tabelle mit Vermerk)
- [ ] Abbildungsverzeichnis vorhanden (falls Abbildungen enthalten)
- [ ] Tabellenverzeichnis vorhanden (falls Tabellen enthalten)
- [ ] Kein Plagiat/Selbstplagiat — Eigenleistung und Übernahmen klar erkennbar

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@ -3,7 +3,7 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
"stepId": "100-references",
"title": "5. Quellenverzeichnis",
"subTitle": "Literaturverzeichnis, Zitationstabelle KI-Tools, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.",
"subTitle": "Literaturverzeichnis (APA 7), Zitationstabelle KI-Tools, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.",
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