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6.5 Der Blick über das Individuum hinaus
6. Wie kann ich mein Kind unterstützen? und: Auswertung, Besprechen offener
Fragen
7. (bei Bedarf:) Nachbereitungs-/»Auffrischungssitzung« nach 46 Monaten
(vgl. Fröhlich-Gildhoff et al. 2008)
Kurse für Eltern von Kindern/Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten
Wie schon bei der Beschreibung der einzelnen Auffälligkeiten dargelegt, gibt es
einzelne Elternprogramme, wenn Kinder/Jugendliche spezifische Auffälligkeiten
zeigen. Beispiele für solche Programme sind:
• Elterntraining als Programmbestandteil des Therapieprogramms für Kinder mit
hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten THOP (Döpfner et
al. 2002)
• Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten (PEP) (Hanisch et
al. 2006)
• Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Schüler (KES) (Lauth & Heubeck
2006)
• Prävention von Problemen des Sozialverhaltens im Vorschulalter. Eltern- und
Kindertraining EFFEKT (Lösel et al. 2006)
• Psychoedukation für Eltern in der Behandlung essgestörter Jugendlicher (Hagenah & Vloet 2005)
Weiterführende Literatur
Tschöpe-Scheffler, S. (2003). Elternkurse auf dem Prüfstand. Wie Erziehung wieder Freude
macht. Opladen: Leske+Budrich.
Die Autorin beschreibt zunächst Prinzipien entwicklungsförderlichen Erziehungsverhaltens. Die am meisten verbreiteten Elternkurse werden vorgestellt und anhand
eines Kategoriensystems verglichen.
Zusammenfassung
Es ist fachlich unstrittig, dass zu einer pädagogischen oder therapeutischen Arbeit
mit Kindern und eingeschränkt mit Jugendlichen die begleitende Zusammenarbeit mit ihren Bezugspersonen, in der Regel den Eltern, hinzugehört. Dabei
stellen sich eine Reihe von Grundfragen, die jeweils fallbezogen geklärt werden
müssen, z. B. in welchem Setting die Arbeit durchgeführt werden soll, in welcher
Frequenz, welche Familienmitglieder hierbei beteiligt sind usw. Eine besondere
Problematik besteht darin, dass der Therapeut oft in das Familiensystem »hineingezogen« wird oder für Koalitionsbildungen gebraucht wird.
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