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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 297 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

  1. Systemische Personal- und Systementwicklung in einer Jugendhilfeeinrichtung

  2. Wie werden Jugendhilfeeinrichtungen systemisch? Systemische Personal- und Systementwicklung in einer Jugendhilfeeinrichtung Ludger Kühling und Angelika Schmidt

  3. Einleitung Systemisch zu arbeiten ist keine Modeerscheinung, der systemische Ansatz hat sich in therapeutischen Arbeitsfeldern wie in der gesamten psychosozialen Arbeit etabliert. Insbesondere in der Erziehungshilfe lassen sich die damit verbundenen Haltungen und Methoden effektiv einsetzen. Nach dem Besuch von systemisch orientierten Weiterbildungen versuchen Sozialarbeiterinnen und Erzieherinnen, die neuen Methoden in ihr Arbeitsfeld zu integrieren und den Kindern, Eltern und Jugendlichen mit veränderten Haltungen zu begegnen. Ob diese Weise, die Arbeit anders zu gestalten und systemische Ansätze in der Einrichtung zu implementieren, erfolgreich ist, hängt maßgeblich davon ab, auf welche Resonanz die systemisch fortgebildete Mitarbeiterin bei ihren Kolleginnen und Vorgesetzten trifft. Dies ist für viele ein herausfordernder, aber auch ein mühsamer Prozess. Unterstützen Einrichtungsleitungen und Kolleginnen diesen Prozess, trägt er schneller Früchte, als wenn die Weiterbildungsabsolventinnen auf eine reservierte Skepsis stoßen. Die Frage »Wie werden Jugendhilfeeinrichtungen systemisch?« drängt sich unmittelbar auf. Das Entwicklungskonzept, das in diesem Beitrag dargestellt wird, soll diese Frage beantworten: das Projekt Lernprozess Systemisches Arbeiten beim Jugendhilfeverbund des Evangelischen Vereins für Innere Mission (EVIM). Dieses Projekt dient der Weiterentwicklung einer gesamten Einrichtung zu einer an systemischen Handlungskonzepten ausgerichteten Organisation, welche von allen pädagogischen Mitarbeiterinnen gestaltet und getragen wird. Der Beitrag beschreibt den Aufbau des Projekts und die bisherigen Erfahrungen.

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