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Beziehungsangebote der Pädagog*innen zu reagieren, die Übertragung traumatischer Erfahrungen auf heute und ihre Stressregulation überfordern zum Teil die Pädagoginnen und Pädagogen
in den Einrichtungen und auch soziale Fachmenschen in Kindertagesstätten (Picard 2016) und Schulen (Ding 2009). Durch
die Ausbildung wurden und werden diese bisher nicht auf die
Konfrontation mit traumatischen Erinnerungsebenen vorbereitet
(Kap. C). Die Überforderung führt auch dazu, dass schwierige
Kinder nicht gehalten werden und diese unverstanden unverhältnismäßig oft ihren Lebensmittelpunkt wechseln müssen. Doch
die Pädagog*innen können den Betroffenen zur kognitiven Neuordnung ihrer Geschichte verhelfen, die Pädagogik bietet Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Korrektur behindernder Selbstbilder und Verhaltensweisen und kann eine Orientierungshilfe für
eine relativ selbstbestimmte Zukunft sein. Es geht um pädagogische
Interventionen, die der psychischen und sozialen Stabilisierung
traumatisierter Kinder dienen, ihre Eigeninitiative fördern, Isolation aufheben, den Zugang zu Bildung ermöglichen und ihnen
Spielräume zur Selbstfindung (Probehandeln, Lösungsstrategien,
Rollenspiele etc.) anbieten. Traumapädagogische Interventionen
sind „Interventionen vor Generalisierung und Chronifizierung der
dissozialen Erlebnis- und Verhaltensstörungen […]“ (Eberhard/
Malter 2000). In Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, in denen
Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen
lernen und leben, ist ein stabilisierender Umgang mit traumatischen
Erinnerungsebenen wie z. B. Rückblenden und traumatischen Übertragungen ein wichtiger Beitrag. Ein von Fachkenntnis geleiteter
Umgang der Pädagog*innen und Lehrer*innen trägt zur Beruhigung
des Kindes und seiner Interaktion bei. Sein Sicherheitsgefühl und
sein Selbstverständnis werden erhöht und die Möglichkeiten der
sozialen Teilhabe erweitert.
Eine Vermeidung von traumabezogenem Material (Denner
2003) ist in der stationären Jugendhilfe nicht möglich. Traumatisierte
Kinder inszenieren ihre Geschichten, sie leiden unter nicht
kontrollierbaren Erinnerungen (Flashbacks) und sie übertragen
traumatische Bindungserfahrungen. Zusätzlich negiert eine strikte
Trennung Betreuen, Erziehen, Beschützen und Begleiten (Weinberg