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Grobziele bzw. das Fernziel stattfinden? Was hat allenfalls die
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Zielerreichung verhindert?
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• Beurteilung der Zielsetzung: Waren die Ziele sinnvoll und realistisch
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formuliert? Waren Indikatoren benannt?
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Die fallführende Sozialarbeiterin wählt Evaluationskriterien aus, die
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aufgrund des Prozessverlaufs wichtig erscheinen und entscheidet, welche
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Evaluationsfragen in welchem Gefäß und mit wem thematisiert werden. Es
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gilt Einschätzungen sowohl auf der Fachebene wie auch mit der Klientin
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und ihrem Bezugssystem einzuholen und allfällige Unterschiede
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festzuhalten.
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Die oben aufgeführten Fragen sind eher auf die Evaluation auf der
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Fachebene ausgerichtet. Für die Evaluation gemeinsam mit dem
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Klientensystem sind sie entsprechend umzuformulieren (vgl. auch Hochuli
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Freund 2017b:209 f.). Außerdem ist es wichtig, hierfür geeignete Hilfsmittel
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zu finden, insbesondere – aber nicht nur! – für die Arbeit mit Kindern. Der
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Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt; wichtig ist aber, dass der
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fallführende Sozialpädagoge weiß, auf welche Evaluationskriterien er sich
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dabei bezieht. Bei der Evaluation ist ein strukturiertes und kreatives
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Vorgehen gefragt.
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So könnten Fragen in Bezug auf die Kriterien
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Angemessenheit‚ Wirksamkeit, Wünschbarkeit und Realität der
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Interventionen etwa lauten: »Bei all dem, was wir in den letzten drei
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Monaten gemacht haben: Was davon war für Sie besonders hilfreich? Was
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hätten wir besser weggelassen? Was hätte ich anders machen sollen? –
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Was hat für Sie am meisten zur Veränderung beigetragen? – Was hat
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Ihnen besonders Freude bereitet? – Was ist als unerwartete neue
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Anforderung/Unterstützung aufgetaucht?«
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Wenn in der Arbeit mit einem Kind bei Zielsetzung und
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Interventionsplanung das Bild einer Bergbesteigung genutzt (und
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aufgemalt) wurde, könnten in Bezug auf die Kriterien Zielerreichung
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sowie Wirtschaftlichkeit/Aufwand und Wirksamkeit der
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Interventionsdurchführung etwa folgende Fragen gestellt werden:
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»Kannst Du mir im Bild zeigen, wo Du (bzw. Deine Figur) sich jetzt grad
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befindet? – Wenn Du zurückschaust: Bei welcher Etappe war es echt
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hart/bist Du so richtig ins Schwitzen gekommen/warst Du nahe dran
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aufzugeben? – Und was/wo hat es richtig Spaß gemacht? – Wer war mit
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Dir unterwegs und war echt hilfreich? Wer hat genervt? – Was hast Du auf
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dieser Tour bisher Neues gelernt?«, etc.
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Evaluationsdimension ›analytische Phase‹
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Zur Dimension der analytischen – bzw. analytisch-diagnostischen – Phase
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gehören die Prozessschritte Diagnose, Analyse und Situationserfassung.
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Hier scheint die ›Sreening-Aufgabe‹ der Sozialarbeiterin besonders wichtig,
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d. h. die kurze Überprüfung, welches Kriterium und welche Fragen in einem
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Fall bei der Evaluation sinnvoller Weise gestellt werden sollen.
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• Diagnose: Hat sich die Arbeitshypothese bestätigt? War die Wahl der
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theoretischen Bezugsysteme bzw. der empirischen Ergebnisse sinnvoll?
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