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Jugendhilfemaßnahme nach § 34 KJHG sechs Kinder, getrennt von
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ihren Herkunftsfamilien. Der Aufenthalt ist auf zwei Jahre begrenzt,
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danach sollten Kinder, wie es das KJHG im § 34 nahe legt, wieder in
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ihre Herkunftsfamilie zurückkehren. Ist dies nicht möglich, wird eine
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andere Form der Fremdunterbringung, z. B. eine Pflegefamilie (§ 33
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KJHG), gesucht.42 Die systemische Arbeit wird in einem hausinternen
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„Erziehungsplan“ festgelegt, der den Hilfeplan ergänzt. „Der Hilfeplan
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beschreibt das Grobraster, der Erziehungsplan die Feinziele und
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Maßnahmen sowie die Aufgabenverteilung“ (Spindler 2000, S. 79).
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Im Gruppenalltag leben die Kinder mit Erzieherinnen zusammen. Sie
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sind ihre primären Bezugspersonen im Heimkontext. Die Funktion der
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Eltern als primäre Bezugspersonen im gesamten Leben der Kinder
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wird dadurch nicht infrage gestellt. Das wird durch regelmäßige
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Heimfahrten an Wochenenden und in den Ferien sowie die
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verbindlichen,
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im
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zweiwöchigen
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Abstand
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stattfindenden
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familientherapeutischen Sitzungen markiert. Die Bereitschaft der
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ganzen Familie zur Teilnahme ist eine prinzipielle Bedingung für die
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Aufnahme in die Wohngruppe. An diesen familientherapeutischen
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Sitzungen nehmen das Kind, seine Eltern, Geschwister, eventuell
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weitere familiäre Subsysteme und die Bezugserzieherinnen des
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Kindes teil. Die Sitzung wird von der im Haus Leuchtturm
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hauptamtlich tätigen Familientherapeutin zusammen mit einem
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externen, auf Honorarbasis arbeitenden Familientherapeuten geleitet.
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Die Familientherapeutin führt gleichzeitig Einzeltherapiestunden mit
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den Kindern und Supervisionen mit den Gruppenerzieherinnen durch.
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Diese wiederum stehen in regelmäßigem Kontakt mit den Eltern ihres
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Bezugskindes. Die Eltern haben also die Möglichkeit, ihre
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Erziehungsvorstellungen in den Heimalltag einzubringen, die
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Erzieherinnen haben die Aufgabe, diese nicht zu ignorieren, sondern
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sich mit ihnen auseinander zu setzen. Die Eltern werden in ihrer Rolle
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respektiert,
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und
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statt
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einer
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(scheinbar)
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machtlosen
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Beobachterinnenrolle übernehmen sie einen partnerschaftlichen
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Status im Dialog zwischen Herkunftsfamilie und Heim. Das ist wegen
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der Loyalitätsbindungen zwischen Eltern und Kindern wichtig. „Die
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