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angelegt – förderte in den ersten Umsetzungsschritten ebenfalls experimentelles Denken. Die 1993/1994 einsetzende Propagierung einer an betriebswirtschaftlichen Kategorien orientierten Neuen Steuerung in Richtung auf eine kundenorientierte soziale Dienstleistungsstruktur hat meines Erachtens jedoch erneut Widerstand gegen organisatorischen Wandel unter sozialen Fachkräften provoziert. Viele fühlten sich nicht bei ihrer eigenen Fachlichkeit abgeholt, mit einem schematisch angewandten und oft auch ungeeigneten „Ökonomismus“ konfrontiert und vermuteten – mit gutem Grund –, am Ende diene die Neue Steuerung vor allem verdeckten Einsparungsabsichten.35 Es ist inzwischen Allgemeingut unter Experten des Sozialmanagements, dass ein bloßer Transfer von Managementtheorien und -techniken aus der Profitwirtschaft auf Non-Profit-Betriebe nicht nur kontraindiziert ist, weil er die Grundprozesse der Herstellung von Vertrauen und Kooperation in sozialen Unterstützungsund Lernprozessen missachtet. Ein solcher Techniktransfer vernachlässigt auch, dass Sozialarbeitstheorie seit den Siebzigerjahren eine eigene Begrifflichkeit und Konzepte von aufgabengerechten Organisationsstrukturen sowie Verfahren zu deren Umsetzung bereitgestellt hat. Damit muss man arbeiten, wenn Organisationsentwicklung nicht lange Um- oder sogar Irrwege gehen will. Eine Hinzunahme betriebswirtschaftlicher Konzepte ist damit aber nicht ausgeschlossen. Zu vermeiden ist jedoch, kurzfristig und vorübergehend fachfremde Organisationsberater von außen hereinzuholen, die nach Mitarbeiterinnenbefragungen Gutachten abliefern, aber keine Mitverantwortung für mittelfristige Lernprozesse in der Organisation tragen. Hier kann auf das zurückgegriffen werden, was die angewandte Organisationswissenschaft schon seit den Sechzigerjahren an Erfahrungen hinsichtlich des Unterschiedes zwischen Organisationsbegutachtung und Organisationsentwicklung gelernt hat.36 Dienstleistungsbetriebe sind nicht so umsteuerbar wie