23 lines
1.1 KiB
Markdown
23 lines
1.1 KiB
Markdown
Sozialarbeiterin und Auftraggeberin ist „eine Beziehung von
|
|
wechselseitig geteilter Macht; Sozialarbeiterinnen sollen sich als
|
|
Befähiger, Organisierer, Berater, als von gleicher Art mit dem Klienten
|
|
sehen“ (Germain u. Gitterman 1983, S. 45). Diese Orientierung setzt
|
|
voraus, dass die Sozialarbeiterinnen den Lebensentwurf ihrer
|
|
Auftraggeberinnen als zu ihnen passend akzeptieren. Quer zu dieser
|
|
Leitlinie sozialarbeiterischen Handelns steht der neben dem
|
|
Unterstützungsauftrag ebenfalls unverzichtbare Eingriffsauftrag
|
|
staatlicher Sozialarbeit. Entsprechende Interventionen können nicht
|
|
immer auf einer einvernehmlichen Auftragsklärung zwischen
|
|
Sozialarbeiterin und den Adressatinnen ihrer Bemühungen hoffen.
|
|
Der Empowerment-Ansatz macht in diesem Fall erforderlich, dass die
|
|
Eingriffe transparent sind, begründet werden und ihr Zeitraum vorab
|
|
festgelegt wird. Widerstand sollte zunächst nicht als Ausdruck eines
|
|
Desinteresses
|
|
verstanden
|
|
werden,
|
|
sondern
|
|
als
|
|
Versuch,
|
|
Handlungsfreiheit und Autonomie in der Situation zurückzugewinnen.
|
|
Vielleicht wird dann im weiteren Verlauf ein Wechsel vom Kontrollzum Unterstützungsaspekt möglich.
|