2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/169.md

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1977 existierenden Scheidungsrecht, dem neuen Kindschaftsrecht
von 1998 oder dem 1992 in Kraft getretenen neuen Betreuungsrecht.
Diese werden auf der Ebene der Exosysteme von Regierung und
Parlament als Antwort auf die kulturellen Entwicklungen formuliert
und gehen rückbezüglich wieder als den Prozess der
Individualisierung verstärkende Leitbilder in das Makrosystem ein. Als
Orientierung für administrative, gerichtliche und strukturierende
Prozesse sichern sie für Bürgerinnen und Nachfragerinnen sozialer
Dienstleitungen ein Recht auf Teilhabe an den sie betreffenden
konkreten Entscheidungen. So kann eine Frau sich aus einer
ehelichen Abhängigkeitsbeziehung lösen und dennoch über den
Rechtsanspruch auf Sozialhilfe weiterhin als Mutter für ihre Kinder
sorgen. Auf der Ebene der Mikro- und Mesosysteme erfordert das
Leitbild der Individualisierung eine kooperative Kommunikation
zwischen
Kindern
und
Eltern,
Eltern
und
Lehrerinnen,
Sozialarbeiterinnen und Eltern, Lehrerinnen und Schülerinnen. Denn
allen am Diskurs beteiligten Personen werden Verantwortlichkeit und
persönliche eventuell mit professioneller Hilfe auszubauende
Handlungskompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten unterstellt.