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2.4.3.2.2.2.1 Wörter Die Worte bzw. Symbole der verbalen Sprache werden in unserem Kulturkreis vornehmlich unter dem Anspruch der Eindeutigkeit benutzt. Die linguistische Unterscheidung zwischen Signifikant – das Bezeichnende – und Signifikat – das Bezeichnete –15 verweist aber darauf, dass durch diese Differenz Mehrdeutigkeiten entstehen können, denn sowohl Absenderin als auch Empfängerin einer Nachricht weisen den Worten als Signifikanten ihre jeweils eigenen, biografisch nachvollziehbaren Bedeutungen (Konnotationen) zu. Umgangssprachlich kann das mathematische Zeichen „Null“ zu einer Metapher, d. h. einem Sprachbild werden. Der im Streit entstehende Ausspruch „Du bist doch ’ne Null“ kann bei der Empfängerin eine Vielzahl von Bedeutungszuweisungen hervorrufen, die denen der Absenderin entsprechen oder auch nicht. Die Wörter als Signifikanten sind in einen Bedeutungskontext eingebettet, der sie je nach Bedeutungszuweisung kommentiert und damit bedeutungsspezifische Antworten initiiert. „Die Wörter haben einen Hof. Beatriz Garza vergleicht in ihrer Arbeit über die Denotation, also die Bezeichnung einer Sache (in meinem Text „Signifikant“ genannt; W. R.), mit einer ersten Welle, die sich bildet, wenn ein Stein ins Wasser fällt; und die Konnotation, die Mitbezeichnung dessen, was an Gefühlen, Wertungen, Assoziationen um die Sache herum ist, mit weiteren Wellen. Unsere Wörter scheinen nur aus den ringartig, wellenartig sich ausbreitenden Konnotationen zu bestehen, von Welle 2 bis unendlich, während der Stein und die erste Welle verschwunden sind“ (Pörksen 1989, S. 22). Die linguistische Struktur der Konnotation hat mehrere Konsequenzen: Durch sie kommentieren Absenderin und Empfängerin einer Botschaft ihre Beziehung; die metakommunikative Aussage „So sehe ich unsere Beziehung“ wird aber oft durch die Fixierung auf den im Wort bezeichneten Sachverhalt missachtet. Das führt dann zu den aus der Beziehungsseite einer Nachricht