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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 68 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Cornelia Jager
sie als Subjekte und Expertinnen ihrer Lebenssituation ernst genommen, akzeptiert und wertgeschätzt werden, dass ihr Mut, ihre Forderungen, Bedürfnisse und Wünsche anerkannt, ihre Grenzen und Schwächen ohne Abwertung wahrgenommen werden. Sie erhalten damit auch die Möglichkeit, zunehmend mehr Vertrauen in die Arbeit des ASD zu entwickeln. 4.2 Das Konzept der gemeinsamen Teamberatung mit den Betroffenen Die im Folgenden dargestellte Form der Teamberatung ist eine Kombination von »kollegialer Beratung« (Hekele, mündliche Mitteilung 1995) und »Reflektierendem Team« (Andersen 1990). Sie entstand im ASD Dresden-Neustadt in einem längeren Erprobungs- und Reflexionsprozess seit 1996 und wurde seitdem immer weiterentwickelt. Beteiligt an der Durchführung, Reflexion und Planung der Teamberatung waren die Sozialarbeiterinnen und die Psychologin des ASD sowie eine Professorin der Evangelischen Fachhochschule Dresden, die im Rahmen eines Forschungssemesters die Entwicklungsarbeit im ASD unterstützte. Gemeinsam wurde eine Struktur erarbeitet, die den konstruktiven Ablauf der Gespräche gewährleisten sollte. Des Weiteren wurden Formularbogen für die Evaluation der Teamberatung entwickelt. 4.2.1 Struktur und Ablauf von Teamberatungen An einer Teamberatung nehmen fünf Sozialarbeiterinnen des ASD teil. Im Vorfeld der Beratung wird abgesprochen, wer welche Rolle übernimmt. Es gibt folgende Rollen:
• Zuständige Sozialarbeiterin: Sie stellt Familiensituation, Problembeschreibung und Fragestellung vor.
• Beraterin: Sie berät die Familie innerhalb der dafür vorgesehenen Beratungssequenzen.
• Strukturierende Sozialarbeiterin: Sie erläutert die Regeln des Ablaufs, achtet auf die Einhaltung der Regeln und des zeitlichen Rahmens, moderiert den Ablauf der Teamberatung und die anschließende Evaluation. • Reflektierendes Team: Die Teammitglieder beobachten die Beratungssequenzen und sprechen innerhalb der Reflexionsphasen über ihre Eindrücke und Einschätzungen, entscheiden eventuell in der letzten Reflexionsphase über die Hilfe zur Erziehung.
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