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Festschreibung in Form einer häufig als starr wahrgenommenen
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Diagnose entstehen, die für die Pädagogik wenig brauchbare Ansatzpunkte bietet. Vielmehr ist das Verstehen einer Lebensgeschichte
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angestrebt, die einen Ursprung hat, sich in einem aktuellen Bild zeigt
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und einen Ausblick auf Weiteres und Veränderbares ermöglicht.“
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(Andreae de Hair et al. 2021)
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Pädagogische Erörterungen heute kommen mit Blick auf
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die Auflösung sozialer Strukturen und die fortschreitende
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Individualisierung nicht umhin, die Anforderungen an die Identitätsarbeit als Zukunftsinvestition mitzudenken. Gelingende Identität unter diesen Vorzeichen bedeutet die innere Schöpfung von
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Lebenssinn, die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Möglichkeit
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zur Selbsteinbettung (Keupp 2000) in soziale Bezüge, letzten Endes
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Ziele, die eine Traumabearbeitung beinhalten und auch auf eine
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gelungene Traumabewältigung hinweisen.
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6.2
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Eine Definition von Traumabewältigung
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Traumabearbeitung bedeutet weit mehr als die Auseinandersetzung
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mit traumatischen Erfahrungen im therapeutischen Setting. Sie erfordert z. B. bei Naturkatastrophen nicht nur Erinnerungsarbeit,
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sondern auch – und vielleicht vor allem – die Wiederherstellung
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von materieller Lebensqualität. Traumabewältigung bei politischen
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Repressionen erfordert auch eine politische, eine gesellschaftliche
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Bewältigung. Für chronisch traumatisierte Mädchen und Jungen
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bedeutet Traumabewältigung den Wechsel aus der Opferrolle, die
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Korrektur von Verlust von Vertrauen, die Überprüfung des Bindungsverhalten, das Verstehen des Gewordenseins, die Erkenntnis, ‚Hey,
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ich bin normal‘, die Anerkennung der eigenen Lebensleistung und
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das Erarbeiten von Fähigkeiten der Selbstregulation. Heilende Kräfte
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in der Persönlichkeit des Kindes oder der sozialen Umwelt helfen,
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den Risiken langfristiger Schädigung bereits im Kindesalter etwas
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Positives entgegenzusetzen (Fooken/Zinneker 2007). Maggie Kline
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und Peter Levine sehen die Möglichkeiten Empfindungen im Körper
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zu verändern als die beste Ressource: „[…] the best resource of all
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is the ability of your body’s sensations to change“ (2007, S. 137).
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