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Raw Blame History

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Diese Wut, die mich immer wieder einholt

manentes Durcheinander anwesend; eine Verstrickung, ein Dickicht, das den Blick verschleiert und auch bei den Pädagoginnen das Denken einschränkt und zum Tunnelblick führt. Die traumatischen Übertragungen der Kinder und Jugendlichen spürt die pädagogische Fachkraft im Einzelkontakt. In einigen Fällen macht sich die Dynamik ebenfalls auf der Teamebene bemerkbar (Herman 2006; Weiß 2024). Übertragungsdynamiken können ganze Teams blockieren und in Handlungsunfähigkeit bringen. Kommen dazu noch strukturelle Unsicherheiten (beispielsweise fehlende Supervision, Unterbesetzung etc.) können sich konflikthafte Übertragungsdynamiken und Gegenreaktionen manifestieren. Kinder, deren Eltern liebevolle, aber auch vernachlässigende oder gewaltvolle Anteile zeigten, übertragen diese auf unterschiedliche Pädagoginnen im Team. Die Pädagoginnen werden aufgeteilt in Gute und Böse. Der Kontakt gestaltet sich unter dem Einfluss traumatischer Dynamiken von Dissoziation, Übererregung und Erstarrung; nicht immer sind die Pädagoginnen mit gleichen, kohärenten Verhaltensweisen eines Kindes konfrontiert (Weiß 2024). Menschen, die in ihren Bindungserfahrungen viel Hilflosigkeit und Ohnmacht erlebt haben, sehnen sich nach einer Person, die sie retten (Hermann 2006). Die Rolle der rettenden Person ist sehr verführerisch. Da diese Rolle am ehesten mit dem pädagogischen Selbstbild vereinbar ist, kann sich die pädagogische Fachkraft in dieser Rolle als selbstwirksam erleben (Lang, B. 2013; Weiß 2013a). Verharrt eine Pä­ dagogin in der Rolle rettenden Person, verschwimmt häufig der Blick für weitere Anteile des Kindes, die andere Pädagoginnen im Kontakt zu spüren bekommen. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass sich Konflikte und Krisen auf Team­ ebene fortsetzen. Sich über gegenseitiges Werten der pädagogischen Fähigkeiten (ist unfähig, Konflikte auszutragen; muss konsequenter sein; kann keine Grenzen setzen und hält sich nicht an die vereinbarten Regeln) aufspaltet (Weiß 2024).

Die Gegenreaktion Das Spüren der eigenen Gegenreaktionen und derer im Team ist eine der wichtigsten Komponenten, um sich als Pädagogin vor der verstrickenden Dynamik zu schützen. Sinneswahrnehmungen, Gefühle, Körperempfindungen, Gedanken und Handlungsimpulse bilden die Gegenreaktion ab, ihre Versorgung ist eine Grundlage, um aus der Gegenreaktion zu treten und reflexiv handlungswirksam zu werden. Das »mutige und achtsame Wahrnehmen und Benennen« (Lang, B. 2013, S. 138) der Gegenreaktion macht erfahrbar, was Pädagoginnen im Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen empfinden. Die Reflexion der Gegenreaktion kann Hinweise darauf geben, wie die Kinder und Jugendlichen sich fühlen und empfinden oder wie machtvoll Gewalt und Druck auf sie ausgeübt wurden.