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Die Pädagogik der Selbstbemächtigung
Gesellschaftsstrukturen und gesellschaftliche Postulate der Alternativlosigkeit der
Verhältnisse und dem darauf folgenden Anpassungszwang an diese stark eingeschränkt bzw. boykottiert. Die Einengung des Menschen auf den Status eines Objektes der Ökonomie macht Selbstbemächtigung zur Notwendigkeit, will man das
Eigensinnige des Menschen verteidigen. So ist die Pädagogik der Selbstbemächtigung auch eine Aufforderung an die psychosozialen Fachkräfte, sich mit den die
Würde des Menschen gefährdenden sozialen Verhältnissen in einer neoliberalen
Globalisierung auseinanderzusetzen und diese Auseinandersetzung in ihren beruflichen Alltag zu integrieren. Es braucht also Räume, in denen sich menschliches Handeln auf Grundlage einer gemeinsamen Ethik, die immer wieder neu
ausgehandelt wird, entfalten kann. Das ist Selbstbemächtigung Politik im
Arendtschen Sinne: Das Politische bedeute einen öffentlichen Raum, in dem die
Menschen als Gleiche untereinander über die Angelegenheiten aller Menschen debattieren und schließlich gemeinsam handeln. Dieses politische Handeln sei Freiheit, die nur im Bezug der Menschen zueinander entstehe (vgl. Arendt 2016).
Literatur
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