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Hochuli Freund

31.7.17 S. 152

Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien

bisher in die Förderplanung einbezogen und die Unterstützung stärker auf ihre Ressourcen und Bedürfnisse ausgerichtet werden. Beide Teilprojekte sollten zum Empowerment der Menschen mit Behinderung beitragen und mehr Selbstbestimmung gewährleisten. Das Praxisentwicklungsprojekt wurde über die gesamte Laufzeit von der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen eines Studienprojekts wurde zudem knapp ein Jahr nach Projektbeginn eine formative Evaluation des Projekts durch zwei Masterstudenten der FHNW vorgenommen, mit Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis (Ergebnisse nachzulesen in Rhyner/Schlageter 2015). Anlage Teilprojekt 1: Entwicklung eines neuen Angebots Für die erste Projektphase wurde eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Sie war zusammengesetzt aus jeweils einer Mitarbeiterin aus dem Arbeitsbereich der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) und des stationären Wohnbereichs (Wohnheim), vier Mitarbeitenden aus dem ambulanten Wohnbereich (Ambulante Wohnbegleitung und Wohnschule) sowie der Wohnbereichsleiterin. Die Aufgabe der Projektgruppe war, das neue Angebot zu entwickeln, gleichzeitig die aktuellen Anfragen von Klientinnen bezüglich einer Veränderung ihrer Wohnsituation zu bearbeiten und das neue Verfahren fortlaufend in der praktischen Umsetzung zu erproben und weiterzuentwickeln. Neben regelmässigen Teamsitzungen die im ersten Jahr 14-tägig, später dann wöchentlich stattfanden gab es für die Projektmitarbeitenden jeden Monat eine Schulung durch eine Mitarbeiterin der FHNW. Hier wurden die einzelnen Schritte und Instrumente des Verfahrens KB nach und nach erarbeitet. Zwischen den Schulungen wurden Themen und Arbeitsaufträge in kleineren Arbeitsgruppen vertieft und die konkreten Hilfsmittel und Instrumente entworfen. Das Verfahren KB orientiert sich an der Struktur des Prozessmodells KPG. Nach Situationserfassung, Analyse und Diagnose bilden sich Zielsetzung und Interventionsplanung bei KB als Empfehlungsplanung ab. Für jeden Prozessschritt wurden verschiedene Methoden und Instrumente entwickelt. Dabei wurde besonderen Wert darauf gelegt, dass die Anliegen und Sichtweise der Klienten aufgenommen und ihre Stärken und Ressourcen erfragt werden, dass Biografie und Vorgeschichte erfasst werden, aber auch der Kontext beachtet und das Umfeld beleuchtet wird. Neben einer detaillierten Beschreibung von Angebot und Verfahren KB wurden im Verlauf des Projekts diverse Arbeitsunterlagen zur Durchführung der Bedarfsermittlungen erstellt. Es gibt Leitfäden, in denen die einzelnen methodischen Schritte präzise beschrieben werden (mit fachlichen Hinweisen und Hilfestellung für das konkrete Vorgehen), zahlreiche Materialien zur Gestaltung und Dokumentation der Arbeit (Fragebögen, Dokumentationsvorlagen, Formulare etc.) sowie Kommunikationshilfsmittel (Bildkarten etc.) bei einzelnen Methoden.

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