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Streit und schlechte Stimmung zu Hause, auf den Tod des geliebten
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Großvaters oder den Wegzug seines besten Freundes. Insbesondere
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nach dem Suizid seiner älteren Schwester habe er sich zu Hause sehr
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allein gefühlt.
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• Omars schöne Erinnerungen haben alle mit sozialen Beziehungen zu
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tun.
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• Als Lösungsansätze von früher nennt er »totstellen« und Rückzug,
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heute jedoch »dazugehören« zu einer Jungenclique (vgl. auch Hochuli
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Freund 2018:351).
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Zeitstrahl und Zeitbalken sind teilstandardisierte Analysemethoden, die in
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jedem Praxisfeld der Sozialen Arbeit einsetzbar, jedoch situativ anzupassen
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sind. Sie fokussieren die biografische Dimension, thematisieren in diesem
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Sinne die Erfahrungen von Menschen, Gruppen, Organisationen in ihrer
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zeitlichen Abfolge. Sie enthalten einerseits Informationen zur
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Situationserfassung (objektive Daten, wesentliche Ereignisse), andererseits
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subjektive Bewertungen von Klientinnen (monoperspektivische Analyse)
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und sind demnach ausschließlich für die Analyse mit Klienten (bzw. einer
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Gruppe oder Organisationsangehörigen) einsetzbar. Auch die Auswertung
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der Analyse erfolgt in Kooperation mit dem Klienten und dient dazu, dass
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auch er selbst sich seine Biographie und Lebenssituation vergegenwärtigt
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und Ereignisse besser einordnen kann. Denn die Zielsetzung dieses
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Notationssystems ist die Darstellung und subjektive Bewertung von
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wesentlichen Ereignissen im Leben einer Person, einer Gruppe oder eines
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Systems, die Einordnung von Erlebnissen und Erinnerungen, das Erkennen
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von zeitlichen Zusammenhängen und Kontexten.
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9.4.3
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Silhouette und Drei-Häuser
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Mit der Methode der Silhouette kann die Selbstsicht einer Person erfasst
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werden. Während bei der Methode der Perspektivenanalyse
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unterschiedlichen Beteiligten die gleichen Fragen gestellt werden (
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Kap. 9.2.1), geht es hier um die Spezifizierung der Perspektive des Klienten
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selbst. Es gilt, die Sicht auf die eigene Person durch geeignete
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Visualisierungen zu unterstützen: Die befragte Person erzählt, zeichnet
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oder schreibt entlang von Themen und Fragen auf, wie sie sich sieht und
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einschätzt, was sie aus ihrer Sicht ausmacht.
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Der Begriff Silhouette stammt aus dem Französischen und bedeutet in
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der wörtlichen Übersetzung Schattenriss, Scherenschnitt. Der Begriff wird
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vor allem in der Malerei und Fotografie verwendet und meint hier eine von
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einer klaren Kontur umschlossene Fläche, die sich kontrastreich vom
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Hintergrund abhebt. Eine Person wird demnach in ihrem Umriss gezeigt, als
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Kontur, die sich von der Umwelt abhebt. Dadurch wird die Einzigartigkeit
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einer Person betont, ein Selbstporträt entsteht.
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Cassée (2019:263–265) verwendet die Silhouette, um anhand einer
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Bildvorlage eine Einschätzung von Stärken und Veränderungsaspekten zu
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erheben, je mit dem Fokuskind und den Eltern; anschließend werden die
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beiden ›Zeichnungen‹ zusammengeführt und diskutiert. Wir nutzen dieses
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Instrument, um – in Anlehnung an die MAP-Fragen (vgl. Boban/Hinz
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2000:136, Kap. 9.2.1) – neben Ressourcen und Problembereichen auch
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