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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
ȡ Welche Unterstützungsmaßnahmen (Begleitpersonen, Verabredung eines
“Notsignals“ mit der/dem Umgangsbegleiter/in, etc.) sind für die Kinder
unbedingt notwendig?
ȡ Wissen die Kinder warum es einen begleiteten Umgang gibt?
ȡ Möchten die Kinder den Vater sehen?
Wir haben erlebt, dass Kinder sehr klar den Wunsch formulierten den Vater
nicht sehen zu wollen und detaillierte Schilderungen von Gewalterfahrungen
und ihren Ängsten geben konnten. In diesen Fällen kann zunächst kein begleiteter Umgang durchgeführt werden. Flankierend können weiterhin Gespräche mit dem Kind stattfinden oder andere Formen der Kontaktaufnahme
vorgeschaltet werden (Brief, E-Mail o.a.). Es gibt jedoch auch Fälle, in denen
die Kinder aus ambivalenter Loyalität gegenüber beiden Elternteilen ihre
Ängste und Befürchtungen nicht offen formulieren. In diesen Fällen ist ein
einfühlsames und in angstfreiem Klima geführtes Gespräch besonders wichtig. Kinder, die Opfer und/oder Zeugen von Gewalt wurden, leiden unter
einem eingeschränkten Selbstwertgefühl, sie empfinden Schutzlosigkeit und
Ohnmacht sowie Verlustgefühle. Häufig verfallen die Kinder in eine Sprachlosigkeit angesichts der erfahrenen und bislang tabuisierten Gewalt. Ältere
Kinder oder Erstgeborene können Gefühle von Mitverantwortung empfinden
und Fürsorgegefühle für die Mutter oder die jüngeren Geschwister entwickeln. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die geschlechtsspezifisch unterschiedliche Aufteilung in Opfer und Täter gelegt werden. Besonders ältere
Mädchen identifizieren sich leicht mit der Opferrolle während Jungen das
gewaltförmige Verhalten des Vaters für adäquate „Konfliktlösungsmuster“
halten können.
Im Unterschied zu begleiteten Umgängen mit anderen Ausgangslagen halten wir es in Fällen von häuslicher Gewalt für wichtig, dass die Bedürfnisse
der Kinder, neben denen der Frauen, im Vordergrund stehen. Insbesondere
kleinere Kinder passen sich zwar im Rahmen eines von ihnen abgelehnten
Umgangs an die vorgegebene Situation an. Die Chance auf Aufarbeitung der
Gewalt, der Sicherung und Wahrung ihrer Grenzen, die Bestätigung ihrer
Wahrnehmung zur Förderung von Vertrauen, die Beachtung des primären
Bedürfnisses nach Sicherheit und Geborgenheit in ihren elterlichen Beziehungen ist damit jedoch vertan und der begleitete Umgang verkommt zu einer Verlegenheitslösung.
Informationssammlung in Gesprächen mit den Vätern:
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besonders wichtig ist, eine respektvolle und klare Sprache zu wählen und
diese auch von den Vätern einzufordern. Konkret heißt das, im Zusammen‘Š—ȱ–’ȱ Ž Š•ȱ—’Œ‘ȱŸ˜—ȱǮ ˜—Ě’”Ž—ȃȱ˜Ž›ȱǮ›Ž’ȃȱ£žȱœ™›ŽŒ‘Ž—ǰȱŠȱ’ŽœŽȱ