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Herausforderungen an die soziale und pädagogische Arbeit
3. Ebene: Voraussetzungen auf der Ebene der Herkunftsorganisation
ȡ Die Kooperationsziele müssen mit den Zielen der beteiligten Organisationen kompatibel sein, d.h. auch die Organisation muss vom Nutzen der Kooperation überzeugt sein und dieser muss erfahrbar werden,
ȡ Kooperationsaktivitäten müssen institutionell verankert werden, um eine
größtmögliche Unabhängigkeit von der kooperierenden Person zu erreichen,
das setzt ein gezieltes Informationsmanagement voraus,
ȡ der notwendige Zeitaufwand und Arbeitseinsatz ist als originärer Bestandteil der Arbeit anzuerkennen, (und muss in passabler Relation zu den
Ergebnissen stehen),
ȡ auch auf der Ebene der Organisation sind systematische Rückkoppelungsprozesse zwischen dem Kooperationszusammenhang, der kooperierenden
Person und der Organisation herzustellen,
ȡ Ergebnisse der Kooperation sind zu berücksichtigen und bei zukünftigen
Entscheidungen einzubeziehen. (vgl. van Santen/ Seckinger 2003: 425-428).
Die vierte Ebene ist die der Umwelt, auf deren Darstellung hier verzichtet
werden soll.
Erklärungsansätze für Schwierigkeiten zum Beginn des Kooperationsprozesses
Ich möchte im Folgenden einige mir zentral erscheinende Themen herausgreifen, die besonders die erste Phase, aber punktuell immer wieder auch den
Verlauf der Kooperation in der Fachgruppe Kinder/Jugendliche bestimmt haben. Diese Themen spiegeln sich sowohl auf der individuellen Ebene als auch
auf der Ebene der Herkunftsorganisation wider.
Das Gremium Kinder/Jugendliche wurde interinstitutionell besetzt - ich
spreche hier für Berlin - mit Vertreterinnen der Frauenhäuser, der Zufluchtswohnungen und Frauenberatungsstellen, des Mädchen- und des Kindernotdienstes, mit Vertreterinnen und Vertretern der Senatsverwaltung für Jugend,
des Landesjugendamtes, des Kinderschutzzentrums, des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes, der Polizei und mit Juristinnen.
Kulturelle Unterschiede
Zunächst ging es um das Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsfelder und Arbeitsaufträge und um den Versuch, sich über die Frage zu verständigen: Von
welcher Zielgruppe sprechen wir hier? Über Kinder, die „ausschließlich“ die
Misshandlung der Mutter miterlebt haben? Über Kinder, die die Misshandlung