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6 Unterstützungs- und Begegnungsmöglichkeiten bei Verhaltensauffälligkeiten
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Kurse für »schwer erreichbare« Eltern
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Eine Schwierigkeit besteht oft darin, Eltern mit Vorbehalten oder niedriger Schulbildung oder Eltern mit Migrationshintergrund mit Kursangeboten oder »Elterntrainings« zu erreichen (vgl. Bauer & Bittlingmayer 2005, Heinrichs et al. 2006b).
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Im Rahmen eines landesweiten Projekts in Baden-Württemberg gelang es, über
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die Gestaltung von »Erziehungspartnerschaft« in Kindertageseinrichtungen neue
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Zielgruppen zur Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen und Erziehern zu motivieren und zu aktivieren (vgl. Fröhlich-Gildhoff et al. 2006d). In Erweiterung dieses
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Projekts wurden zunächst spezifische Elternkurse konzipiert und gezielt evaluiert
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sowie im Rahmen des Projekts »Kinder Stärken! – Resilienzförderung in der Kindertagesstätte« erfolgreich eingesetzt (vgl. Fröhlich-Gildhoff et al. 2011, RönnauBöse 2013, Fröhlich-Gildhoff et al. 2008, Seer 2006).
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In einem weiteren Schritt wurden diese Kurse für die Zielgruppe »schwer erreichbare Eltern« weiterentwickelt.
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Kennzeichen eines solchen Kurses:
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• Insbesondere sollen mit spezifischen Herangehensweisen, Methoden und Inhalten Eltern erreicht werden, die nicht an klassichen Bildungs-/Kursangeboten
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teilnehmen, mit dem Ziel, sie zu ermutigen, sich mit ihrem Erziehungsverhalten
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auseinanderzusetzen und auf einer konkreten Ebene das Zusammenleben zwischen ihnen und ihren Kindern zu erleichtern.
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• Das Konzept ist ressourcenorientiert angelegt und setzt an den vorhandenen
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Fähigkeiten der Eltern an.
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• Der Kurs umfasst sechs Sitzungen von je 90 Minuten Dauer – je nach den Bedürfnissen der Eltern(gruppe) können auch Einheiten zu längeren Sitzungen
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(beispielsweise drei halbe Tage) zusammengefasst werden.
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• Es handelt sich um ein Gruppenprogramm, an dem ca. zehn Personen (einzelne
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Eltern und/oder Paare) teilnehmen.
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• Das dezidiert ausgearbeitete Manual stellt einen Leitfaden dar, die einzelnen
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Elemente müssen dann auf die jeweilige Elterngruppe, deren »Stand« und deren
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Bedürfnisse sowie den jeweiligen Gruppenprozess abgestimmt werden.
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• Jede Sitzung hat ein bis zwei spezifische Themen, die dann mit sehr unterschiedlichen Medien und Materialien (Gruppendiskussion, Vortrag, Rollenspiele,
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Filme…) bearbeitet werden.
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• Zu jeder Sitzung gibt es Hausaufgaben, jede Sitzung wird evaluiert.
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Die Themen und Bestandteile der einzelnen Sitzungen:
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1. Was gelingt als Eltern? und: Was braucht mein Kind, um sich gesund zu entwickeln?
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2. Beobachtung und Entwicklung meines Kindes
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3. Was kann ich für mich tun? (»Überlebenshilfe« für Eltern)
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4. Konflikte und Lösungen
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5. Was können wir gemeinsam tun? (gelingende Beschäftigungen, Mediennutzung/
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Fernsehen)
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