2026-001/documents/verhaltensauffaelligkeiten/pages/226.md

37 lines
1.7 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

6
Unterstützungs- und
Begegnungsmöglichkeiten bei
Verhaltensauffälligkeiten
In diesem Kapitel werden unterschiedliche Hilfe- bzw. Unterstützungsformen sowie
Präventionsansätze für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten und
für ihre Bezugspersonen dargestellt. Die Darstellung erfolgt dabei auf einer allgemeinen, störungsunspezifischen Ebene Hinweise zu einem störungsspezifischen
Handeln sind in den einzelnen Abschnitten des Kapitels 5 gegeben worden.
6.1
Frühe Hilfen
In diesem Kapitel werden Interventions- und Präventionsmöglichkeiten vorgestellt,
die sich an Säuglinge und Kleinkinder richten. Zunächst wird das etablierte Angebot
der »(Pädagogischen) Frühförderung« beschrieben, dann wird ein Überblick über
die in den letzen Jahren entstandenen Hilfen für Eltern und Säuglinge gegeben.
6.1.1
Frühförderung18
Ursprungsfassung: Eva-Maria Sättele, überarbeitet durch die
Autoren
Einleitung und Definitionen
Frühförderung ist ein Begriff, der inzwischen eine mehr als vierzigjährige Geschichte mit sich trägt. Für Frühförderung gibt es vielfältige Definitionen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Eines hat sich in den letzten Jahren herauskristallisiert: Frühförderung muss als
ein vielschichtiger Prozess verstanden werden, in dem es um vielseitige Probleme
behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder geht. Darüber hinaus geht es
18 Es gibt unterschiedliche Bezeichnungen für das hier vorgestellte Arbeitsgebiet, z. B. »Pädagogische Frühförderung«, »Heilpädagogische Frühförderung« u. a.; der Einfachheit
halber (und weil in der wissenschaftlichen Diskussion etabliert) wird hier die Bezeichnung
»Frühförderung« gewählt.
226