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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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Peer-Group
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Die Peer-Gruppe hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob und in welchem
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Ausmaß Drogen konsumiert werden. »Der Zusammenhang von juvenilem Substanzkonsum und der Beeinflussung durch Peers gilt als gut dokumentiert (…).
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Dementsprechend findet der Substanzkonsum überwiegend in Gesellschaft der
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Peers statt, allerdings muss beachtet werden, dass nicht nur die Jugendlichen durch
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ihre Peer-Gruppe beeinflusst werden, sondern sie sich auch aktiv für eine Bezugsgruppe entscheiden« (Al-Wiswasi 2004, S. 71). Krampe & Sachse (2005) haben
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empirisch einen Zusammenhang zwischen Peer-Gruppe und dem Alkoholkonsum
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bis hin zum alkoholisierten Autofahren gefunden.
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Erhöhung des Selbstwert-Erlebens
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Die Einnahme von Drogen kann zur Selbstwertsteigerung führen und negative
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Erlebnisse kompensieren. »Wir haben es beim Missbrauch psychoaktiver Substanzen
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immer mit einem Phänomen zu tun, das nur dann auftritt, wenn zwei Wirkungen
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zusammentreffen: Einerseits die auslösende Wirkung des psychoaktiven Suchtstoffes
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in seiner besonderen Fähigkeit, ganz bestimmte neuronale Regelkreise und Transmittersysteme in ihrer Aktivität zu verändern und auf diese Weise einen bestimmten
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inneren, psychoemotionalen Zustand zu erzeugen; andererseits die anziehende
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Wirkung, die all diese durch den Stoff ausgelösten Effekte auf denjenigen hat, der
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ihn einnimmt« (Hüther 2006b, S. 59).Hüther (2006b) schildert ein Tierexperiment
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(Morgan et al. 2002), in dem nachgewiesen werden konnte, dass vor allen Dingen
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die Tiere mit einem niedrigen sozialen Rang eine Präferenz für Kokain zeigten. In
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anderer Weise wird nachgewiesen, dass die herausgebildeten sozialen Rangreihen
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Veränderungen im Nervensystem ergaben, die dann durch den verstärkten Substanzkonsum »ausgeglichen« wurden (vgl. Hüther 2006b, S. 49).
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Die Prädiktoren für das Anhalten oder erneute Auftreten von Störungen mit
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durch Substanzkonsum, die in Verschiedenen Studien gefunden werden konnten,
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lassen sich einteilen in klinische Merkmale (komorbide externalisierende Störungen
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in der Vorgeschichte, komorbide Depression, früher Krankheitsbeginn, Delinquenz,
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hoher/früher Einstieg in Substanzkonsum), individuelle Merkmale (dysfunktionale
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Kognitionen, hohes Stressempfinden, akzeptierende Einstellung ggü. Substanzen,
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hohes Maß an »sensation seeking«) und kontextuelle Merkmale (Störungen durch
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Substanzkonsum bei Eltern oder Geschwistern, familiäre Probleme, mangelnde
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Einbindung in Schule/Ausbildung, Schulabbruch, schlechte freundschaftliche Beziehungen, Probleme beim Aufbau von Freundschaften, Substanzkonsum innerhalb der Peer-Group, Verfügbarkeit, niedriger Sozioökonomischer Status, Konflikte
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mit dem Gesetz) (Al-Wiswawi 2004).
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In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Missbrauchs von legalen oder
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illegalen Drogen zusammenfassend dargestellt (c Abb. 5.18).
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Auf dem Hintergrund lebensgeschichtlicher Erfahrungen und einer entsprechenden innerpsychischen Struktur – mit einem höheren oder niedrigeren Belas216
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