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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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Jugendlichen sind mit der Aufgabe konfrontiert, eine Position gegenüber den
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Substanzen einzunehmen und einen sozial akzeptierten Umgang zu finden« (ebd.,
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S. 161).
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Der lange Zeit vorherrschende Begriff der Sucht ist in den Klassifikationssystemen und in der Fachdiskussion ersetzt worden durch die Begriffe des Drogenmissbrauchs und der Drogenabhängigkeit. Im vorliegenden Abschnitt wird der
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Konsum – und der Missbrauch – legaler Drogen, insbesondere des Alkohols mit dem
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Konsum illegaler Drogen parallel betrachtet; hierüber herrscht in der Fachdiskussion nicht unbedingt Einigkeit. Andererseits lassen sich sehr ähnliche Entwicklungspfade für die Entstehung der Drogenabhängigkeit beschreiben, die unabhängig von den Substanzarten sind.
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Definition und Klassifikation
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Die Klassifikationssysteme des DSM V und des ICD-10/11 differenzieren zum einen
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nach den unterschiedlichen Substanzklassen, zum anderen wird im ICD Missbrauch
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von der Substanzabhängigkeit unterschieden; hier werden auch nochmals unterschiedliche Schweregrade beschrieben. In der neuesten Fassung des DSM-5 wurde
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hingegen eine grundlegende Neuordnung vorgenommen; die Trennung zwischen
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Missbrauch und Abhängigkeit wurde (wieder) aufgehoben. Die DSM TR hat jetzt
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eine einheitliche Kategorie »Störungen im Zusammenhang mit psychotropen
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Substanzen und abhängigen Verhaltensweisen«; hier wird dann noch nach Schweregrad differenziert.
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Zur Verdeutlichung (und um auch im pädagogischen bzw. therapeutischen
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Alltag eine Orientierung zu haben) werden die Beschreibungen nach den Klassifikationssystemen ICD-10 und ICD 11-dargestellt.
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Substanzmissbrauch
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Die Merkmale des schädlichen Gebrauchs von Substanzen nach dem ICD-10 (vgl.
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Dilling et al. 2002) sind:
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• Es muss eindeutig nachweisbar sein, dass körperliche oder psychologische
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Beeinträchtigungen aus der Zuführung der Substanz erfolgt sind.
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• Das Konsumverhalten wird von anderen kritisiert und geht häufig mit negativen sozialen Konsequenzen einher.
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• Der Ursprung der Beeinträchtigung sollte genau identifizierbar sein.
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• Das Konsummuster besteht über mindestens einen Monat oder es ist in einem
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Zeitraum von zwölf Monaten regelmäßig aufgetreten.
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Hier geht es darum, dass psychische oder körperliche Probleme deutlich nachweisbar auf den Substanzkonsum zurückzuführen und die Kriterien der Substanzabhängigkeit noch nicht erfüllt sind.
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