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5.3 Komplexe Auffälligkeiten
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traumabedingtem Verhalten schützen sollen. Einige ihrer Methoden seien hier
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genannt:
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– Spielstopp als Steuerungsinstrument, um das Geschehen auf die zweite Realitätsebene (analoge Ebene; Fahrig 1991) zu verlagern oder dort zu belassen.
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– Aktives Fördern von symbolisch vermitteltem und realem Schutz- und Sicherheitserleben durch die Etablierung eines realen sicheren Ortes im Spielzimmer (siehe auch Katz-Bernstein 1996).
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– Aufbau guter innerer Instanzen, wenn das Kind sich in der Opferrolle fixiert
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und den Therapeuten in die Täterrolle bringt.
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– Implizite Arbeit mit Spaltungen: »Wir (die Therapeuten) haben das Recht und
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sogar die Pflicht, aus einer zugeteilten Rolle auszusteigen, sowie wir beginnen,
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uns selbst bedroht oder beschämt zu fühlen« (Weinberg 2005).
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• Weitere ergänzende Interventionen
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– Erkennen und Unterbrechen von traumatischem Spiel und konstruktives
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Weiterführen des Spielgeschehens bei traumabedingten Spielabbrüchen.
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– Erkennen dissoziativer Zustände und Reorientierung des Kindes in der Realität.
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– Selbstverletzendes Verhalten sollte aktiv thematisiert und therapeutisch bearbeitet werden.
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– Strukturieren von Situationen, um Überflutung bzw. Dissoziation zu vermeiden.
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– Punktueller Einsatz prozessfördernder Methoden (EMDR).
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– Konstruktion und Einsatz von Narrativen (beispielsweise bei Adoptiv-/Pflegekindern) zur funktionalen Restrukturierung der eigenen Biographie und zur
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Korrektur dysfunktionaler Selbstkonzeptanteile.
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• Arbeit mit dem sozialen Umfeld
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Abhängig vom konkreten Einzelfall kann eine umfangreiche, von dem Psychotherapeuten allein gar nicht zu leistende Einbeziehung des Umfeldes des Kindes
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notwendig sein. Oft ist das Jugendamt in den Fall involviert und juristische und
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versorgungstechnische Aspekte sind zu beachten. In jedem Fall sind die nächsten
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Bezugspersonen des Kindes über die Folgen chronischer Traumatisierung aufzuklären und sie müssen trauma-adaptive Unterstützung für den alltäglichen
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Umgang erhalten (Schepker 2005). Auch die Schule sollte, wenn nötig, über die
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»Besonderheiten« komplextraumatisierter Kinder unterrichtet werden.
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Zusammenfassend fordert die Arbeit mit (komplex‐)traumatisierten Kindern eine
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methoden-integrierende Vorgehensweise. Ein klientenzentriertes Therapieverständnis mit dem besonderen ressourcenhaften Beziehungsangebot stellt eine hervorragende Grundlage dar, auf der fachgerecht unter Einbeziehung trauma-adaptierter Interventionen und traumafokussierender Methoden traumatisierte Kinder
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behandelt werden können. Für Jugendliche mit Störungsbildern, bei denen traumatisierende Erfahrungen beteiligt sind (Abhängigkeitserkrankungen, Störungen
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des Sozialverhaltens), gibt es spezielle therapeutische Angebote, auf die hier nicht
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eingegangen werden kann (Hensel 2006b).
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