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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
Weiterführende Literatur
Bohus, M. (2019). Borderlinestörungen (2. vollst. überarb. Aufl.). Göttingen: Hogrefe.
Im Mittelpunkt dieses Buchs stehen die Behandlungsmöglichkeiten der BorderlineStörungen nach dem Konzept der DBT. Dieses basiert auf einem integrierten Störungsverständnis, das psychodynamische Aspekte berücksichtigt, zugleich jedoch
sehr »verhaltensnahe«, stützende und gegenwartsorientierte Interventionen umfasst.
Adam, A. & Breithaupt-Peters, M. (2010). Störungen der Persönlichkeitsentwicklung bei
Kindern und Jugendlichen. Ein integrativer Ansatz für die psychotherapeutische und sozialpädagogische Praxis (2. überarb. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer.
Die Autoren verfügen über einen breiten Erfahrungshintergrund in der Kinder- und
Jugendhilfe. Dieser wird ergänzt durch eine theoretische Aufarbeitung der Thematik und dient als Grundlage für die Beschreibung von Unterstützungsangeboten
und von Fallbeispielen.
5.3.2
Reaktionen auf schwere Belastungen
(Traumafolgestörungen): Symptomatik
Störungsmodelle Psychotherapie
Thomas Hensel
Einleitung
In diesem Abschnitt wird ein Überblick gegeben über die psychischen Folgen
traumatisierender Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Symptome, aktuelle
Erklärungsansätze und darauf aufbauende therapeutische Konzepte werden dargestellt. Erkenntnisse der Psychotraumatologie des Kindes- und Jugendalters und
Modellvorstellungen der Personzentrierten Störungslehre bilden die theoretische
Basis, auf der Hinweise für ein integratives störungsangemessenes therapeutisches
Vorgehen gegeben werden.
Dass schwere (traumatische) Belastungen bei Kindern und Jugendlichen psychische Störungen zur Folge haben können, wurde erstmals 1987 mit der Einführung der posttraumatischen Belastungsstörung im DSM-III-R (American Psychiatric
Association 1987) offiziell anerkannt. Lange Zeit auch von Experten massiv unterschätzt, wird in den letzten Jahren der Erforschung von so genannten Traumafolgestörungen im Kindes- und Jugendalter große Aufmerksamkeit geschenkt. Dies hat
nicht zuletzt mit der gestiegenen gesellschaftlichen Aufmerksamkeit für die psychischen Folgen von traumatisierenden Ereignissen (Terroranschlägen, TsunamiKatastrophe, Erfurter Schultragödie u. ä.) zu tun. Damit verbunden ist ein Paradigmenwechsel Fischer (i. D.) spricht beispielsweise bereits von »Kausaler Therapie« der die traumatische Erfahrung selber in den Mittelpunkt des therapeutischen
Handelns stellt (»Trauma first«) und traumazentrierte Psychotherapie propagiert.
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