2026-001/documents/verhaltensauffaelligkeiten/pages/171.md

71 lines
2.0 KiB
Markdown

5.2 Externalisierende Auffälligkeiten
Aufbau
Die zehn Sitzungen sind inhaltlich klar strukturiert (Anfangs- und Schlussrituale,
Kopplung von Übungen und Reflexion, Integration von Entspannungsmethoden
usw.) und haben als Themen: Selbst-/Fremdwahrnehmung, Selbstwertstärkung,
Verbesserung der Selbststeuerung, Ausbau und Verbesserung von sozialen Kompetenzen, v. a. Konfliktlösungskompetenzen; gerade beim letzteren Schwerpunkt wird
stark mit videounterstützten Rollenspielen gearbeitet. Ansatzpunkt ist die jeweilige
Situation der Kinder/Jugendlichen, deren Themen sollen Gegenstand der Gruppenarbeit werden. Das Programm ist mit einem Verstärkungs-/Belohnungssystem
gekoppelt (c Tab. 5.8).
Methodisch wird mit vorgegebenen Übungselementen gearbeitet, die im Trainingsmanual ausführlich beschrieben sind; es erfolgt ein Wechsel zwischen erfahrungsorientierten Elementen und Reflexionsphasen.
Die Trainer-Haltung ist durch das Prinzip von Wertschätzung und Konfrontation
(s. o.) gekennzeichnet. Konflikte unter den Teilnehmeren bzw. zwischen Traineren
und Teilnehmeren werden unmittelbar bearbeitet.
Tab. 5.8: Überblick über die Einheiten des Freiburger Anti-Gewalt-Trainings (FAGT)
Einheit
Thema
vorher
Vorgespräch mit den potenziellen Teilnehmeren und möglichst deren Eltern
1
Einführung, Regeln, Selbstwahrnehmung
2
Selbst- und Fremdwahrnehmung; Einführung Entspannung
3
Gefühl Wut, Ärger
4
Unterschiedliche Gefühle; Empathie
Elternabend 1
5
Konfliktentstehung und -lösungen; Vorbereitung Rollenspiele
6
Loben (Selbstwert); Selbstinstruktion
7
Soziale Kompetenz, Konfliktlösungskompetenz; Verhaltenstraining (videogestützte Rollenspiele)
8
Soziale Kompetenz, Konfliktlösungskompetenz; Verhaltenstraining (videogestützte Rollenspiele)
9
Soziale Kompetenz, Konfliktlösungskompetenz; Verhaltenstraining (videogestützte Rollenspiele)
10
Abschluss, Feedback, Gesamt-Auswertung
Elternabend 2
Abschlussaktivität mit der Gruppe
nachher Nachbereitungssitzung zur Katamnese und ggf. Vertiefung/Erinnerung der
Verhaltensänderungen
171