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5.2 Externalisierende Auffälligkeiten
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klärung hierfür ist, dass »der regelmäßige Konsum dieser Fernsehsendungen (…)
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Menschen gegenüber Gewalt desensibilisieren (…) kann, so dass aggressives
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Verhalten eher als akzeptabel betrachtet wird. Wenn ein solches Verhalten zu
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Belohnungen führt, kann es dadurch verstärkt werden. (…) Das regelmäßige
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Anschauen von Gewalt kann kognitive Skripte und Urteile über Gewalt modellieren und verstärken« (Essau & Conradt 2004, S. 136 f, vgl. auch Krahé 2001,
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S. 116, Borg-Laufs 1997, S. 66 ff). Allerdings zeigen differenziertere Analysen, dass
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insbesondere solche Kinder und Jugendliche, die Aggression als handlungsleitenden Selbst-Strukturanteil entwickeln, eher auf Medien mit gewalttätigen Inhalten zurückgreifen, um so das eigene Selbstkonzept – wiederum im Sinne eines
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Kreislaufprozesses – zu verstärken. Insbesondere Computerspiele mit gewaltbezogenen Inhalten dienen dazu, das eigene Kontroll- bzw. Selbstwirksamkeitserleben zu erhöhen (vgl. von Salisch et al. 2005). So lässt sich der »Wunsch nach
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Macht, Stärke und Durchsetzung, der im realen Leben nicht (ohne schädliche
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Folge) zu verwirklichen wäre« (ebd., S. 229), durch die entsprechenden Spiele
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erfüllen. Es gelingt so, »eigene Frustrationserlebnisse abzubauen und Bedürfnisse
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nach Wagnis und Abenteuer auszuleben« (ebd.). »Daher ist zu erwarten, dass
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Kinder mit zu gewalttätigem Verhalten prädisponierenden familiärem Hintergrund oder persönlichen Merkmalen mit größerer Wahrscheinlichkeit sich für
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Filme entscheiden, die Gewalt zum Inhalt haben« (Essau & Conradt 2004,
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S. 136). Es ist also davon auszugehen, dass Medien mit gewalttätigen Inhalten
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besonders bei solchen Kindern und Jugendlichen verstärkend bzw. verhaltensauslösend wirken, die schon eine entsprechende Prädisposition entwickelt haben;
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bei anderen scheint der Einfluss deutlich geringer zu sein. So konnten Huesmann
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et al. (2003) zeigen, dass der sehr häufige Konsum von Filmen mit aggressiven
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Inhalten ein Prädiktor – unter anderen – für gewalttätiges Handeln sein kann.
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Die »Wirkung medialer Gewalt [hängt] nach den vorliegenden Befunden sehr stark
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von der individuellen Disposition der Zuschauenden ab (…); darüber hinaus scheint
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das Alter der Rezipienten eine entscheidende Variable in diesem Zusammenhang
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darzustellen. Insgesamt kann nach den zur Zeit vorliegenden Erkenntnissen davon
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ausgegangen werden, dass die Aggressivität von Kindern und Erwachsenen (nur)
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verstärkt, nicht aber hervorgerufen wird« (Borg-Laufs 1997, S. 67, ebenso: von Salisch 2005, Selg 2003).
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Eine umfangreiche Studie des KFN (Rehbein et al. 2009) zum Zusammenhang
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von gewalttätigem Handeln und Medienkonsum bestätigt diese Korrelation; zugleich ergeben sich Hinweise, dass eine sehr intensive und dauerhafte Nutzung
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gewalthaltiger Medien zu gewaltsteigernden Effekten führt.
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