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5.2 Externalisierende Auffälligkeiten
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allerdings besonders deutlich, wenn sich das auffällige Verhalten schon früh entwickelt hat und schon ein Prozess der Ausgrenzung eingetreten war (vgl. Petermann
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et al. 2001, S. 25 f; vgl. auch Essau & Conradt 2004, S. 132 f; Scheithauer 2003).
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Die entsprechenden (Sub‐)Gruppenbildungsprozesse liefern auch einen wesentlichen Erklärungshintergrund für das gemeinsame Auftreten von Rechtsextremismus bzw. Hooliganismus und Gewalt (vgl. Ihle et al. 2003); deutlich sind ebenfalls
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die Zusammenhänge zwischen devianten, identitätsfördernden Peergruppen und
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übermäßigem Alkohl- und Drogenkonsum (vgl. Kleiber & Meixner 2000, Essau &
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Conradt 2004, Petermann et al. 2001).
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In einer differenzierten qualitativen Studie, bei der die Lebensläufe gewalttätiger
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Mädchen nachgezeichnet wurden, zeigte sich, dass ein Großteil der gewaltauffälligen Mädchen aus einem Gefühl der »Heimatlosigkeit« in der Familie sich einer
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Clique Gleichaltriger angeschlossen hat, in der gewalttätiges Verhalten ein legitimes
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Mittel der Interessendurchsetzung war. Die Mädchen passten dann ihr Verhalten
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dem der Gleichaltrigen in der Gruppe an und agierten nach außen verstärkt gewalttätig. Die Gruppe hat, so immer wiederkehrende Schilderungen, den Mädchen
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das Gefühl von Zugehörigkeit und »Beheimatung« gegeben (Fröhlich-Gildhoff et
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al. 2009).
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Selbststruktur/psychologische Faktoren
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Folgende Selbststrukturanteile können das Risiko für übermäßig/dauerhaft aggressives Verhalten erhöhen:
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a) Bindungsrepräsentationen
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Aufgrund unsicherer bzw. desorganisierter Bindungserfahrungen kommt es zu
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einer Vorsicht und/oder Misstrauen sowie der Stimmung eines »dysfunktionalen
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Ärgers (…); die Ursprünge dieses Ärgers liegen in frühen und/oder dauerhaften
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Beziehungserfahrungen des Zurückgewiesenwerdens, die beim Kind eine negative Erwartungshaltung schaffen, die seine Weltsicht einfärbt« (Dornes 1997,
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S. 272). Es kommt so zu einem Kreislauf: Aufgrund der erfahrenen Zurückweisungen, Ambivalenzen oder real erfahrenen Aggressionen reagieren die
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Kinder auch in zweideutigen Situationen »häufiger aggressiv und werden deshalb auch aggressiver behandelt, was wiederum ihre Sicht von der Welt als Ort
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latenter Bedrohung bestätigt« (ebd., vgl. auch Papousek 2004).
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b) Informationsverarbeitung
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Eine Reihe von Studien zeigen, dass (besonders) aggressive Kinder ein spezifisches Muster der Informationsverarbeitung zeigen. Entsprechend der Theorie der
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sozialen Informationsverarbeitung nach Crick & Dodge (1994) interpretieren
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Kinder und Jugendliche mit aggressivem Verhalten Situationen eher aggressiv
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gefärbt und zeigen dann entsprechende Handlungsmuster (c Abb. 5.11).
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In einer Studie von Burks et al. (1999) konnte über den Verlauf von acht Jahren
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nachgewiesen werden, dass frühes aggressives Verhalten gepaart ist mit feindlich
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gesinnten Wahrnehmungs- und Interpretationsmustern, und dass es gewissermaßen
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