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5.2 Externalisierende Auffälligkeiten
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Epidemiologie
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Prävalenz
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Die Angaben zur Prävalenz der »Störungen des Sozialverhaltens« bzw. des »aggressiv-dissozialen Verhaltens« variieren in unterschiedlichen Studien erheblich
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(c Tab. 5.7). Dies liegt zum einen an unterschiedlichen zugrunde liegenden Diagnosesystemen, unterschiedlichen Erhebungsmethoden, aber auch unterschiedlichen Beurteilungsquellen (z. B. die Einschätzung der Kinder durch Fremdbeurteilung durch die Eltern oder andere Außenstehende); Borg-Laufs (1997, S. 26) stellte
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unterschiedliche Studienergebnisse zusammen, die zeigten, dass »nur schwache
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Übereinstimmungen« von (verschiedenen) Fremdeinschätzungen miteinander und
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auch mit Selbsteinschätzungen bestehen (Korrelationen von bestenfalls.33).
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Tab. 5.7: Prävalenz der Störung des Sozialverhaltens bzw. aggressiv-dissozialen Verhaltens
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Untersuchung
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durch:
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Prävalenz
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Quelle
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Mannheimer RisikoKinder-Studie
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14,5 % diagnostizierte Kinder der Stichpro- Laucht 2003
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be (Grundschulalter), davon 70 % Jungen,
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30 % Mädchen
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Romano et al. 2001
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4,2 % 14- bis 17-Jährige (Selbstbericht Jugendliche und Beeinträchtigungskriterien)
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(5,5 % Jungen, 2,9 % Mädchen)
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Essau & Conradt
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2004
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Lahey et al. 1998
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0 – 11,9 % (4- bis 18-Jährige, Median 2 %)
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Scheithauer & Petermann 2004
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KiGGS 2007
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7,6 % Störungen des Sozialverhaltens,
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davon 80 – 90 % aggressives Verhalten
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Ravens-Sieberer et
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al. 2007
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KIGGS 2014
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8,7 % »Verhaltensprobleme« (nach SDQ)
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Hölling et al. 2014
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Diese Zusammenstellung macht deutlich, wie unterschiedlich die Einschätzungen
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hinsichtlich der Auftretenshäufigkeit sind. Allerdings wird übereinstimmend berichtet, dass die Störung des Sozialverhaltens »zu den am häufigsten ermittelten
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Störungsformen [zählen]. Noch auffälliger zeigt sich die hohe Verbreitungsrate
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dieser Störung im Kindes- und Jugendalter in klinischen Studien« (Scheithauer &
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Petermann 2004, S. 373).
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Hat das aggressive bzw. gewalttätige Verhalten zugenommen?
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Aufgrund der dargestellten methodischen Probleme lassen sich keine klaren Aussagen darüber machen, ob das aggressive Verhalten im Verlauf der letzten 10, 20 oder
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25 Jahre insgesamt zugenommen hat. Die Aussagen hierüber gehen in die Richtung,
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dass etwa seit dem Jahr 2000 die Anzahl der Gewalttaten abnimmt. Humpert &
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Dann (2001) referieren verschiedene repräsentative Untersuchungen, aus denen
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