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5.2 Externalisierende Auffälligkeiten
peraktivitätssymptomatik vorlag«; die Symptomatik konnte bei 31 % der betroffenen Väter und 25 % der betroffenen Mütter festgestellt werden (ebd., S. 358). Allerdings stellen die Autoren fest, dass »diese Untersuchung jedoch keine Aussage
darüber erlaubt, inwieweit biologische Faktoren, Umgebungsbedingungen oder die
Interaktion zwischen beiden zu einer Häufung von ADHS-spezifischen Symptomen
bei Patienten und ihren biologischen Eltern beigetragen haben« (ebd.). BakermansKranenburg (2008) konnte in einer Interventionsstudie nachweisen, dass eine gezielte Unterstützung der Mutter-Kind-Interaktion beim Vorliegen einer familiären
Risiko-Konstellation die Entwicklung einer ADHS-Symptomatik deutlich verringerte; auch diese Untersuchung spricht gegen eine genetische Verursachung
Natürlich kommen Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen auf die Welt;
auf die unterschiedlichen Temperamentsfaktoren wurde in Kapitel 3.3.2 eingegangen. Auf dieser Grundlage lassen sich aus einer rein biologischen Betrachtung heraus
zwei Teufelskreise beschreiben (c Abb. 5.8 und c Abb 5.9).
Biologische Bedingungen
Teufelskreis 1
Rein biologische
Betrachtung!
Dopaminerges System
(Ausschüttung bei neuen Anreizen!)
wird besonders häufig aktiviert
Hohe innere Unruhe,
Unkonzentriertheit,
ständige Suche nach neuen Stimuli
Kinder kommen „sensibler“
auf die Welt
• Leichter stimulierbar
• Geringere Reizschranke
• Höhere Unruhe/„Wachheit“
Anwachsen der entsprechenden
Zellverbünde
Antriebsaktivierendes System
entwickelt sich immer besser
Kinder lassen sich immer leichter
durch alle neuartigen Reize
stimulieren, generelle Erregbarkeit
Abb. 5.8: Teufelskreis 1 zur Verstärkung biologischer Wirkmechanismen und Korrelate
Kinder kommen möglicherweise mit einer geringeren Reizschranke oder höheren
Unruhe auf die Welt. Dadurch wird das dopaminerge System besonders häufig
aktiviert. Es kommt zu einem Anwachsen der entsprechenden Zellverbünde und
dadurch entwickelt sich das antriebsaktivierende System besser. Dies führt dazu, dass
sich Kinder immer leichter durch neuartige Reize stimulieren lassen. Es kommt zu
einer inneren Unruhe, zur ständigen Suche nach neuen Stimuli, wobei wiederum
das dopaminerge System aktiviert und verstärkt wird.
Auf diesem Hintergrund kommt es dann im sozialen Zusammenspiel zu einer
weiteren Verstärkung, zu einem weiteren Teufelskreis. Durch die innere Unruhe
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