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5.2 Externalisierende Auffälligkeiten
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qualitativer Wechsel vorliegen« (ebd.).
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Es werden in den S3 Leitlinien (AWMF 2018) und unterschiedlichen Studien hohe
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Komorbiditätsraten mit anderen Störungen beschrieben (c Tab. 5.5).
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Epidemiologie
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Übereinstimmend wird davon ausgegangen, dass zwischen drei und fünf Prozent
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der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen die Symptomatik einer ADHS12 zeigen. Nach den Angaben des Barmer GEK Arzneimittelreports (2013) wurde im Jahr
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bei 626.000 Kindern und Jugendlichen im Alter 0–19 Jahren die ›gesicherte Diagnose‹ ADHS gestellt; dies entspricht 4,14 % der Population. Das Robert-Koch Institut (RKI) stellt fest: »Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
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(ADHS) ist mit einer bevölkerungsbezogenen Prävalenz von ca. 5 % eine der am
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häufigsten diagnostizierten psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen.
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Betroffene haben unter anderem ein erhöhtes Risiko für Komorbiditäten, Substanzkonsum, Verkehrsunfälle, geringeren Schul- und Bildungserfolg und eine
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niedrigere Lebensqualität. Über Jahre hinweg wurden steigende administrative
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Prävalenzzahlen für ADHS-Diagnosen aus Abrechnungsdaten für Krankenkassen
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berichtet, während epidemiologische Studien wie die KiGGS-Studie gleichbleibende, zuletzt sogar sinkende Prävalenzen berichteten« (RKI 2021).
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Schwankungen in den epidemiologischen Angaben kommen dadurch zustande,
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dass die Untersuchungen mit unterschiedlichen, zum Teil nicht vergleichbaren
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Designs durchgeführt wurden oder unterschiedliche Gruppen (Eltern vs. Lehrer vs.
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Selbstbeurteilung vs. Klinisches Urteil) befragt wurden. Döpfner (2002) stellt hierzu
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ergänzend fest: »Unruhe, Unkonzentriertheit und Aufmerksamkeitsstörungen sind
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Sammelbegriffe, die auch dazu dienen, Unzufriedenheit mit dem Kind und Probleme im Umgang mit ihm auszudrücken. Daher wundert es nicht, dass Erzieher
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und Eltern solche Symptome bei Drei- bis Sechsjährigen von allen Verhaltensproblemen bei weitem am häufigsten zu beobachten glauben. 12,8 % aller Kinder, die
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einen Kindergarten besuchen, werden von Erziehern global als hyperaktiv oder
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aufmerksamkeitsschwach beurteilt; weitere 3,1 % zeigen diese Auffälligkeiten in
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besonderem Ausmaß« (ebd., S. 157).
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Eindeutig und übereinstimmend sind die Befunde, dass die Auffälligkeit bei
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Jungen wesentlich häufiger beobachtet und auch diagnostiziert wird als bei Mädchen. »Das Verhältnis wird in den meisten Studien zwischen 3:1 und 9:1 angegeben«
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(Döpfner 2002, S. 158; vgl. auch Quaschner & Theisen 2005; Barmer GEK 2013,
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AWMF 2018).
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Im Verlauf ist es – im Gegensatz zu früheren Annahmen – nicht so, dass sich die
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Auffälligkeit bzw. Störung »auswächst«. In einer Zusammenfassung einschlägiger
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Studien stellt Döpfner (2002) fest: »30–66 % der hyperkinetischen Kinder leiden
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auch im Erwachsenenalter unter den Symptomen oder Folgeproblemen. Etwa 30 %
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zeigen ein noch voll ausgeprägtes Bild des hyperkinetischen Syndromes. 18–36 %
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12 Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Folgenden die Bezeichnung ADHS verwendet.
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