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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie 2003, S. 237). Die Klassifikationssysteme
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ICD und DSM stimmen in der Beschreibung weitestgehend überein; dargestellt
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werden hier die Kriterien nach der ICD-10 (Dilling et al. 2002), weil diese nach wie
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vor in Deutschland Gültigkeit haben und die Anpassung an ICD-11 (kodiert als
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6 A05) zur Drucklegung dieses Buches von den Fachgesellschaften noch nicht vorgenommen wurde und die diagnostischen Kriterien denen des ICD-10 entsprechen
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(c Tab: 5.4).
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Tab. 5.4: Die diagnostischen Kriterien der Aufmerksamkeitsdefizitsyndrome nach den
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Forschungskriterien der ICD-10 (aus: Schulte-Markwort & Düsterhus 2003, S. 96;
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mit freundlicher Genehmigung des Autors)
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G1. Unaufmerksamkeit: Mindestens sechs der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und
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unangemessenen Ausmaß. Die Kinder:
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1. sind häufig unaufmerksam gegenüber Details oder machen Sorgfaltsfehler bei den
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Schularbeiten und sonstigen Arbeiten und Aktivitäten
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2. sind häufig nicht in der Lage, die Aufmerksamkeit bei Aufgaben und beim Spielen
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aufrechtzuerhalten
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3. hören häufig scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird
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4. können oft Erklärungen nicht folgen oder ihre Schularbeiten, Aufgaben oder Pflichten
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am Arbeitsplatz nicht erfüllen (nicht wegen oppositionellem Verhalten oder weil die
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Erklärungen nicht verstanden werden)
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5. sind häufig beeinträchtigt, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren
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6. vermeiden oft Hausaufgaben, die häufig kognitives Durchhaltevermögen erfordern
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7. verlieren häufig Gegenstände, die für bestimmte Aufgaben wichtig sind, zum Beispiel
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für Schularbeiten wie Bleistifte, Bücher, Spielsachen und Werkzeuge
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8. werden häufig von externen Stimuli abgelenkt
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9. sind im Verlauf der alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich
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G2. Überaktivität: mindestens sechs Monate lang mindestens drei der folgenden
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Symptome von Überaktivität in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu
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vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß. Die Kinder:
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1. fuchteln häufig mit Händen und Füßen oder wenden sich auf den Sitzen
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2. verlassen ihren Platz im Klassenraum oder in anderen Situationen, in denen Sitzenbleiben erwartet wird
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3. laufen häufig herum oder klettern exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist
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(bei Jugendlichen oder Erwachsenen entspricht dem nur ein Unruhegefühl)
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4. sind häufig unnötig laut beim Spielen oder haben Schwierigkeiten bei leisen Freizeitbeschäftigungen
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5. zeigen ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivitäten, die durch den sozialen Kontext oder Verbote nicht durchgreifend beeinflussbar sind
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G3. Impulsivität: mindestens sechs Monate lang mindestens eines der folgenden
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Symptome von Impulsivität in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu
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vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß. Die Kinder:
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1. platzen häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist.
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2. können häufig nicht in einer Reihe warten oder warten bis sie bei Spielen oder in
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Gruppensituationen an die Reihe kommen
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3. unterbrechen und stören andere häufig (z. B. mischen sich in das Gespräch oder in das
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Spiel anderer ein) reden häufig exzessiv, ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren
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