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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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Weiterführende Literatur
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Essau, C. A. (2023). Angst bei Kindern und Jugendlichen (3. Auflage.). München: UTB Ernst
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Reinhardt Verlag.
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Die Autorin gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Angststörungen des Kindes- und Jugendalters und verschiedene Interventionsformen; ein
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Schwerpunkt wird auf eher verhaltenstherapeutisch orientierte Programme gelegt.
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5.1.3
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Ess-Störungen
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Einführung
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Begrifflich werden unter Ess-Störungen die Anorexie (Anorexia-Nervosa), die Bulimie (Bulimia-Nervosa) und die Adipositas zusammengefasst. Dabei ist die Anorexie
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in erster Linie dadurch gekennzeichnet, dass von den Patienten in extremer Weise
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ein Gewichtsverlust herbeigeführt und ein starkes Untergewicht gehalten wird; das
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Hauptmerkmal der Bulimie ist das sehr häufige Auftreten von »Fress-Attacken«, die
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von Methoden der »Gegenregulation« (z. B. Erbrechen) begleitet werden. Adipositas
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bezeichnet einen sehr deutlichen Überschuss an Körperfett, der besonders auf ein
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Ungleichgewicht von Nahrungsaufnahme und Bewegung zurückzuführen ist. Bei
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allen drei Auffälligkeiten handelt es sich um Störungen des Essverhaltens und damit
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um »einen äußerst komplexen psychophysiologischen Prozess« (Fichter & Warschburger 2000, S. 562). Die Störungen unterscheiden sich im Erscheinungsbild und
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zum Teil auch in der zugrundeliegenden ätiologischen Psychodynamik. »Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass für sie aus dem lebensnotwendigen Bedürfnis des Essens
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ein Problem mit erheblichen somatischen, psychischen und oft sozialen Konsequenzen erwachsen ist, das nicht nur den aktuellen Tagesablauf und die Beziehungen beherrscht, sondern auch langfristig relevante berufliche und private Entscheidungen« (Franke 2001, S. 356).
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Die drei Störungsbilder sind alltagssprachlich mit dem Begriff der Sucht verbunden (Magersucht, Fress-Brechsucht, Fresssucht) – sie müssen aber insbesondere
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aufgrund der Ätiologie von diesem abgegrenzt werden (vgl. Franke 2001, S. 356 f).
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Anorexie und Bulimie sind in den Klassifikationssystemen DSM-5 und ICD-10/
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ICD-11 explizit als psychische Erkrankungen benannt; dies trifft für die Adipositas
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nur im Zusammenhang mit »Sekundärerscheinungen« wie deutlicher Selbstwertproblematik zu. Diese psychischen Begleiterscheinungen sind jedoch so gravierend,
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dass die Adipositas in diesem Abschnitt explizit mitbetrachtet werden soll. Vereinzelt wird auf die Unterschiedlichkeiten gesondert hingewiesen.
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Alle drei Störungsbilder beginnen in der Kindheit (Adipositas!) bzw. haben dort
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ihre Ursachen und treten im früheren (Anorexie!) bzw. späteren Jugend- oder jungen Erwachsenenalter (Bulimie!) erstmalig auf. Sie sind daher explizit im Bereich der
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Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter zu betrachten.
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