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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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Nach dem ICD-10 werden unterschiedliche Kriterien aufgelistet, von denen mindestens drei erfüllt sein müssen, um eine entsprechende Klassifizierung vornehmen
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zu können:
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• »Anhaltende unrealistische Sorge, dass einer wichtigen Bezugsperson etwas zustoßen könnte, dass das Kind von einer solchen Person für immer getrennt würde,
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beispielsweise weil diese weggeht, nicht zurückkommt oder stirbt.
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• Anhaltende unrealistische Sorge darüber, dass ein Unglück das Kind von seinen
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Bezugspersonen trennen könnte (…)
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• Das Kind hat einen andauernden Widerwillen oder weigert sich die Schule zu
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besuchen, und zwar aus Angst vor der Trennung von zu Hause und von Bezugspersonen und nicht aus Schulangst, beispielsweise im Sinne von Prüfungsangst oder sozialer Angst.
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• Trennungsschwierigkeiten am Abend können auftreten, das heißt, das Kind geht
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ungern zu Bett oder weigert sich, ohne Bezugspersonen ins Bett zu gehen (…)
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• Das Kind hat eine andauernde, unangemessene Angst davor, ohne vertraute Bezugspersonen alleine zu Hause zu bleiben.
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• Das Kind hat wiederholt Alpträume über Trennungssituationen.
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• Das Kind zeigt wiederholt somatische Symptome, wenn es sich von einer Bezugsperson trennen oder die elterliche Wohnung verlassen muss (…). Die körperlichen Symptome sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Erbrechen.
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• Das Kind leidet wiederholt extrem vor, unmittelbar nach oder während einer
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Trennungsphase von wichtigen Bezugspersonen. Dies äußert sich in Angst,
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Schreien, Wutverhalten; in der Verweigerung das zu Hause zu verlassen (…)«
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(zitiert nach Suhr-Dachs & Petermann, S. 354 f.).
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Durch ihre Angst, von den Hauptbezugspersonen getrennt zu werden, beginnen die
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Kinder Situationen zu meiden, bei denen sie von den Bezugspersonen getrennt
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werden können. Das Vermeidungsverhalten kann sich z. B. bis zur Schulverweigerung steigern.
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Neu ist im ICD-11, dass Trennungsangst in die altersunabhängigen Angststörungen aufgenommen wurde und nun auch bei Erwachsenen diagnostiziert werden
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kann, wenn eine »geprägte Furcht oder Angst vor der Trennung von spezifischen
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Bezugspersonen«, zum Beispiel von Kindern bzw. Lebenspartnern oder -partnerinnen besteht. Epidemiologische Studien konnten hierbei in der Vergangenheit klar
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zeigen, dass Trennungsangst nicht nur bis in das Erwachsenenalter persistieren
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kann, sondern sich sogar erst im Erwachsenenalter manifestieren kann (Shear, Jin,
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Ruscio, Walters & Kessler, 2006; Übersicht bei Baldwin, Gordon, Abelli & Pini,
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2016)« (Vloet & Romanos 2021, S. 430).
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Phobische Störungen/Phobien
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Bei »Spezifischen Phobien« besteht das Kernmerkmal »in einer ausgeprägten und
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anhaltenden Angst vor bestimmten Situationen und Objekten, die übertrieben,
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