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4.3 Diagnostische Methoden
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2002), der Fragebogen zur Selbsteinschätzung aggressiven Verhaltens (FSA, Dörner
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& Fröhlich-Gildhoff 2006), oder der »Bullying- und Viktimisierungsfragebogen«
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(BVF, Marées & Petermann 2010).
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Die projektiven Verfahren beruhen auf der Grundannahme, dass sich unbewusste
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Persönlichkeitsanteile eher durch Assoziationen oder Geschichten zu (halb‐)strukturierten Vorlagen zeigen und nicht direkt über vorgegebene Fragen zu erfassen
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seien. Dies gilt in besonderem Maße für Kinder, denen es schwerer fällt über das
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eigene Erleben dezidiert zu berichten. Beispiele für solche Verfahren sind zum einen
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der »Schwarzfuss-Test« (Corman 1995). Bei diesem Test erhalten die Kinder Bildvorlagen mit konflikthaltigen Themen (die ein kleines Schwein erlebt). Zu diesen
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Themen sollen die Kinder Geschichten erzählen bzw. assoziieren. Ein anderes Beispiel für einen gebräuchlichen projektiven Test ist der Szeno-Test (von Staabs 1992).
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Hier können Kinder anhand vorgegebener Materialien (Figuren, Bauklötze, Tiere
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etc.) auf einem vorgegebenen Rahmen eine Szene darstellen.
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Insgesamt ist die Anzahl sowohl standardisierter, aber auch projektiver Verfahren
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sehr groß, so dass diese nicht ausführlicher dargestellt werden können. Es empfiehlt
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sich hier bei Bedarf eine vertiefte Beschäftigung anhand entsprechender Literatur
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(Weinberger 2001, Kubinger 2006, Amelang & Schmidt-Atzert 2006, Mischo et
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al. 2011).
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4.3.5
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Weitere, körperbezogene Diagnostik
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Verhaltensauffälligkeiten können körperliche Ursachen haben, andersherum können psychische Störungen auch somatische Auswirkungen haben. Oftmals spielen
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neurologische oder neuropsychologische Einschränkungen eine Rolle als Mit-Bedingung für die Entwicklung einer Auffälligkeit.
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Daher sollte die körperliche Untersuchung ein Teil der Routine-Diagnostik darstellen. Hierzu zählt neben der Erhebung der Krankengeschichte eine körperliche
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Untersuchung, gegebenenfalls auch weitere apparative Methoden wie z. B. Elektroenzophalographie (EEG) oder Computertomographie (CT) bzw. in der Weiterentwicklung Positronenemissionstomographie (PET); ebenso können Laboruntersuchungen zur Untersuchung eines Spektrums von Parametern sinnvoll sein.
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Spezifische neurologische Untersuchungen müssen bedarfsabhängig durchgeführt
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werden.
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Bei Kindern mit vermuteten Entwicklungs- und Leistungsstörungen ist es unabdingbar, eine neuropsychologische Diagnostik durchzuführen. »Die neuropsychologische Diagnostik im Kindesalter hat neben dem Hinweis von Hirnschädigungen auch die Aufgabe, mithilfe entsprechender Verfahren das kognitive
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Funktionsniveau des Kindes/Jugendlichen zu ermitteln. Bei der neuropsychologischen Leistungsdiagnostik werden spezifische Unterbereiche erfasst, wie zum Beispiel die Problemlösefertigkeiten und die Abstraktionsfähigkeit« (Döpfner et
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al. 2000b, S. 117; vertiefend: Heubrock & Petermann 2000).
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