2026-001/documents/verhaltensauffaelligkeiten/pages/077.md

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4.3 Diagnostische Methoden
• Um welches ganz konkrete Verhalten geht es?Welches spezifische Verhalten soll beobachtet werden? (Operationalisierung, Fokus (zunächst) auf nur eine konkret beobachtbare Verhaltensweise).
• Wann wurde das Verhalten?
• Was genau wurde beobachtet?
• Wer war in der Situation beteiligt? (Hier sollte auch der Einbezug der Gruppe erfolgen.)
• Was war vor der Situation?
• Was passierte danach?
• Sonstige Anmerkungen, z. B. unterschiedliche Beobachtungen des Kindes durch verschiedene Fachkräfte in der Situation, das Fehlen einer Kollegin, Ressourcen in der
Situation, sehr unruhige und chaotische Situation usw.
Mit der nachfolgenden Tabelle können Beobachtungen weiter systematisiert werden
(c Tab. 4.3). Dies kann dazu beitragen, im Alltag relativ schnell Informationen und
Erkenntnisse über herausfordernde Verhaltensweisen in immer wiederkehrenden
(»anstrengenden«) Situationen zu erhalten. Das Ziel besteht darin, Wahrgenommenes differenziert zu erfassen, Zusammenhänge zwischen Verhaltensweisen in
bestimmten Situationen zu erkennen und Ressourcen zu identifizieren.
Die systematische Dokumentation kann zudem dazu beitragen, »auslösende«
Situationen, in denen herausforderndes Verhalten deutlich wird, frühzeitig wahrzunehmen und diese langfristig präventiv zu vermeiden.
Tab. 4.3: Systematische Dokumentation von Beobachtungen im Alltag
Tag/
Kurze SituationsbeUhrzeit schreibung
Wer war
beteiligt?
Was passierte vorher?
Was passierte
nachher?
Sonstiges
Neben der Beobachtung durch die diagnostizierende Fachkraft, gibt es eine Reihe
von standardisierten (Fragebogen)Verfahren mit Hilfe derer Bezugspersonen, z. B.
die Eltern oder die Lehrer, ihre Verhaltensbeobachtungen zum Kind und auch die
Einschätzung des Verhaltens darlegen. Beispiele für solche Verfahren sind:
• Strengths and Difficulties Questionaire (SDQ, Goodman 2005,www.sdqin
fo.org; dt. Fassungen: http://www.sdqinfo.com/py/sdqinfo/b3.py?¬ language=
German)
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