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4.3 Diagnostische Methoden
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Ebene, auf physiologischer Ebene, auf der »reinen« Verhaltensebene und hinsichtlich der Intensität und Frequenz festgestellt. Dann werden nach dem SORCK-Modell die auslösenden Situationen (S), die begleitenden organismischen Bedingungen
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(O), die Reaktion (R), die Konsequenzen (C) und die Kontingenz (Regelmäßigkeit;
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K) beschrieben.
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Beispiel für eine Verhaltensanalyse
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Ein Jugendlicher berichtet von dem Problem, dass er beim Disco-Besuch immer
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wieder vermeidet, Mädchen, die ihm gefallen und die er »interessant« findet,
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anzusprechen. Er erlebt sich als »zu aufgeregt«, hat »Angst abgelehnt zu werden«,
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verfügt möglicherweise auch über zu wenige Kompetenzen zur Bewältigung der
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Situation (»weiß nicht richtig, was ich machen soll«). Mittlerweile geht er der
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Situation zunehmend aus dem Weg, geht nicht mehr in die Disco, und es treten
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weitere Folgen auf (»Meine Freunde verstehen das nicht, ich seh sie immer weniger«). Den Konflikt – Wunsch nach Kontaktaufnahme vs. Vermeiden der
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angstbesetzten Situation – löst er, indem er sich immer mehr zurückzieht.
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Konkret schildert er, dass er beispielsweise ein Mädchen sieht, mit dem er gern
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weiteren Kontakt hätte (S). Dann fühlt er starke Aufregung, die sich in einer
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Beschleunigung des Pulsschlags, einer Erhöhung der Atemfrequenz, und einem
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erlebten Rot-Werden äußert; diese Aufregung wird immer stärker (O). Um die
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Aufregung zu kontrollieren/zu verringern, verlässt er die Situation (R) → die
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unangenehmen körperlichen Zustände verringern sich, er entspannt sich (positive Konsequenz, C). Durch dieses regelmäßige (K) Re-/Aktionsmuster verstärken
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sich entsprechende Bahnungen auf der Verhaltensebene (Vermeidung).
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Des Weiteren sollten differenziert die Kognitionen in der Situation erfasst
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werden (z. B.: »Wenn ich das Mädchen anspreche, lacht die mich aus«; »ich schaffe
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das nie«; »alle anderen können das, nur ich nicht« usw.).
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Ergänzt wird dies durch eine Analyse der Entstehung des Problemverhaltens,
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die Analyse subjektiver Störungskonzepte und des bisherigen Umgangs mit den
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Problemen (vgl. hierzu. Döpfner et al. 2000b, S. 123 f; eine gute Darstellung
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findet sich auch in Borg-Laufs & Hungerige 2016), aber auch der Ressourcen des
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Jugendlichen und seines Umfeldes.
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4.3.2
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Soziale Situation/Diagnostik psychosozialer
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Bedingungen
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Hier geht es zunächst darum, die Situation der Familie genau zu betrachten; dies
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umfasst:
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• den Stand/die Rolle des Kindes/Jugendlichen (Index-Patient) in der Familie
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• Beziehung zu anderen bedeutsamen Familienmitgliedern (z. B.: Großeltern,
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Cousins, Tanten, …)
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• die sozioökonomische Situation der Familie
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• die Einbettung in soziale Zusammenhänge
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