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4.2 Grundprinzipien und Prozess
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Hieraus wird deutlich, dass Diagnostik eine wichtige Schlüsselfunktion hat: Sie
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muss umfassend umgesetzt werden und vor allem immer wieder mit den Betroffenen rückgekoppelt werden – gerade aus der Jugendhilfe ist bekannt, dass (spätere)
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Unterstützungs- oder Hilfeangebote um so besser angenommen werden und um so
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wirksamer sind, je mehr sich die Betroffenen in den Prozess der Planung unter dem
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Gesichtspunkt der Partizipation einbezogen fühlen (vgl. Lenz 2001, Fröhlich-Gildhoff 2003a, BMFSFJ 2002).
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Döpfner et al. (2001) beschreiben zusammenfassend die wichtigsten Ziele und
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Aufgaben der Diagnostik:
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• »Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung
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• Transformation vager Klientenbeschwerden in konkrete Fragestellungen
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• Klärung des therapeutischen Auftrags
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• Zuweisung zu einer diagnostischen Kategorie
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• differenzierte Erfassung des problematischen Verhaltens sowie der psychosozialen
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Belastungen des Patienten
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• Erfassung spezieller Ressourcen und Kompetenzen des Patienten und seines
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psychosozialen Umfeldes
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• differenzierte Erfassung der situativen Bedingungen, unter denen das Verhalten
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auftritt und unter denen es erworben wurde
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• Erfassung von Störungskonzepten, Therapieerwartungen und Therapiezielen
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• selektive Interventionsentscheidungen
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• Aufbau von Veränderungsmotivation« (ebd., S. 96 f).
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4.2
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Grundprinzipien und Prozess
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4.2.1
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Grundprinzipien
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Beim diagnostischen Handeln sind einige wichtige Grundprinzipien zu berücksichtigen:
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1. Hypothesengeleitetes Vorgehen:
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Der diagnostische Prozess basiert darauf, dass Informationen gesammelt und
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später zu Hypothesen verdichtet werden. Es ist wichtig, hierbei ein hohes Maß an
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Offenheit zu bewahren, sich nicht von einzelnen Daten oder Einschätzungen
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leiten zu lassen, sondern zu versuchen, möglichst auch »widersprüchliche« Erkenntnisse zu integrieren. Die gebildeten Hypothesen werden immer wieder
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überprüft, sie können verifiziert oder eben auch falsifiziert werden.
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2. Multimodales Vorgehen:
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Dies bedeutet, dass immer verschiedene Informationsquellen (verschiedene
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Modi) berücksichtigt werden müssen, um Daten zu gewinnen. Aus vielen Untersuchungen ist bekannt, dass z. B. Selbsturteile eines Kindes/Jugendlichen und
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