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3.3 Integratives bio-psycho-soziales Modell zur Erklärung von Verhaltensauffälligkeiten
Laufe der individuellen Entwicklung muss das Kind bzw. der Jugendliche altersabhängig spezifische Entwicklungsaufgaben (c Kap. 3.3.5) bewältigen. Neben der
Bewältigung dieser alterstypischen Entwicklungsaufgaben müssen immer wieder
besondere Stress- oder Belastungssituationen individuell verarbeitet werden. Dieser
Bewältigungsprozess ist abhängig von der bisher entwickelten Selbststruktur und
wiederum von aktuell vorhandenen Risiko- und Schutzfaktoren.
(1) Biologische Ausgangsbedingungen:
z. B. Temperament
PLUS
Wechselwirkung
(2) Frühkindliche (Beziehungs-)
Erfahrungen:
z. B. Emotionsregulation,
Sicherheit von Bindung
(3) Selbststruktur:
(Selbstkonzept/Schemata)
z. B. Bindungsrepräsentationen, Selbststeuerung/
-regulation
(5) Alterstypische
Entwicklungsaufgaben
(6) Bewältigung
(4) Risiko- und
Schutzfaktoren:
• Personal
• Sozial
• Umwelt
und/oder
Spezifische Stress-/
Belastungsfaktoren
„adäquat“,
konstruktiv,
gesundheits- und
selbstwertförderlich
Internalisierender Modus:
• Rückzug
• Autonomieeinschränkung
• Selbstentwertung
• Kompetenzreduktion
Externalisierender Modus:
z. B. Aggression,
Überaktivität
Abb. 3.3: Allgemeines bio-psycho-soziales Modell der Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten
Bei der Art der Bewältigung von Belastungsfaktoren oder Entwicklungsaufgaben
lassen sich grundsätzlich drei Modalitäten unterscheiden: zum einen eine angemessene entwicklungs- und selbstwertförderliche Bewältigung, zum anderen ein
internalisierender Modus, der durch Rückzug und Selbsteinschränkung gekennzeichnet ist und zum dritten ein externalisierender Modus, der durch ein Agieren
nach außen (z. B. ein besonderes Maß an Aggressivität) gekennzeichnet ist. Der
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