2026-001/documents/verhaltensauffaelligkeiten/pages/024.md

48 lines
2.2 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

2 Begriffsbestimmung: Was ist »verhaltensauffällig«?
F5
F6
F7
F8
F9
Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Intelligenzminderungen
Entwicklungsstörungen
Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
»Die Abschnitte F80F89 (Entwicklungsstörungen) und F90F98 (Verhaltens- und
emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend) enthalten nur für
die Kindheit und Jugend spezifische Störungen. Viele Störungen aus anderen Abschnitten können bei Personen jeden Alters auftreten und sind, wenn nötig, auch
auf Kinder und Jugendliche zu verwenden. Beispiele sind Essstörungen (F50),
Schlafstörungen (F 51) und Geschlechtsidentitätsstörungen (F64). Einige phobische
Störungen im Kindesalter werfen spezielle klassifikatorische Probleme auf (…)«
(Dilling et al. 2002, S. 24).
Die ICD-11 (BfArM, 2022) folgt einer neuen Kategorisierung und es sind im Kapitel 06 »Psychische Störungen, Verhaltensstörungen oder neuronale Entwicklungsstörungen« folgende Unterkapitel aufgeführt:
• Neuronale Entwicklungsstörungen
• Schizophrenie oder andere primäre psychotische Störungen
• Katatonie
• Affektive Störungen
• Angst- oder furchtbezogene Störungen
• Zwangsstörung oder verwandte Störungen
• Störungen, die spezifisch Stress-assoziiert sind
• Dissoziative Störungen
• Fütter- oder Essstörungen
• Ausscheidungsstörungen
• Störungen des körperlichen Erlebens oder der körperlichen Belastung
• Störungen durch Substanzgebrauch oder Verhaltenssüchte
• Störungen der Impulskontrolle
• Disruptives Verhalten oder dissoziale Störungen
• Persönlichkeitsstörungen und zugehörige Persönlichkeitsmerkmale
• Paraphile Störungen
• Artifizielle Störungen
• Neurokognitive Störungen
• Psychische Störungen oder Verhaltensstörungen in Zusammenhang mit
Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett
Beispielhaft für die verschiedenen Kategorien seien hier die »Störungen, die spezifisch Stress-assoziiert sind« aufgeführt:
• 6B40 Posttraumatische Belastungsstörung
• 6B41 Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung
• 6B42 Verlängerte Trauerstörung
24