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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 309 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
13. Systemische Personal- und Systementwicklung in einer Jugendhilfeeinrichtung
ander zu setzen. Es erschien vorteilhaft, schon zu Beginn des Projekts
die Ressourcen aller Mitarbeiterinnen für die Optimierung des Projekts zu nutzen. Folgende Beobachtungsschwerpunkte wurden auf
unterschiedliche Gruppen verteilt:
• Worin könnte bei aktiver Teilnahme am Lernprozess der Gewinn einzelner Mitarbeiterinnen bestehen?
• Worin könnte der Gewinn der direkten Kunden (Kinder, Jugendlichen, Eltern) bestehen?
• Welche positive Auswirkungen könnte das Projekt für den Jugendhilfeverbund haben?
• Welche Schwierigkeiten könnten in welcher Phase des Projekts auftreten?
• Welche offenen Fragen sollten geklärt werden?
• Wie könnte das Projekt boykottiert werden?
5.2.2 Teilprojekt 1: Definition und Bearbeitung
der Schlüsselprozesse des erzieherischen Alltags
Unter Schlüsselprozessen werden die Arbeitsvorgänge verstanden,
die unabdingbar notwendig sind, damit eine Einrichtung ihren Zielen, Aufgaben und Aufträgen gerecht wird. Durch die Bearbeitung der
Schlüsselprozesse (SP) sollen der Lernprozess Systemisches Arbeiten
eng an den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen angekoppelt sowie eine
möglichst genaue Beschreibung des Ist-Zustandes und eines optimierten Zustands der Alltagssituationen der Organisation erstellt
werden. Im Rahmen der Lerntage wurde darauf Bezug genommen.
Folgende Schlüsselprozesse wurden von der Arbeitsgruppe untersucht: Hilfeplanung, Erziehungsplanung, Aufnahme, Entlassung,
Verlegung, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Qualitätssicherung, Finanzverwaltung auf Gruppenebene, Interne Kooperation/Selbstverwaltung, Zusammenarbeit mit Eltern, Umgang mit
Sanktionen.
Ausgehend von der Beschreibung der bisherigen Gestaltung der
SP und des angestrebten Idealzustandes, definierten die Mitarbeiterinnen ihren Fortbildungsbedarf. Darüber hinaus wurden schon im
Rahmen der Beschreibung des Schlüsselprozesses Ablaufpläne entwickelt, um diese systemischer zu gestalten.
Die Schlüsselprozesse wurden von acht Mitarbeiterinnen aller Bereiche im Hinblick auf allgemeine Ziele, konkrete Ergebnisziele und
praktische Umsetzung im Arbeitsalltag bearbeitet. Ausgehend von
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