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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 289 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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12. Jugendhilfeplanung
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sammelten quantitativen Daten zu Sozialstrukturen, Jugendhilfeleistungen, Wohn- und Lebensqualität etc. wurden auf der Grundlage des
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Indikatorenkonzeptes aufbereitet, analysiert und zu vorläufigen Sozialraumporträts verdichtet. Diese Porträts wurden in den folgenden
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Monaten mit Bewohnerinnen und »Schlüsselpersonen« aus den Sozialräumen diskutiert, ergänzt und korrigiert. Die quantitative Dimension der Sozialraumanalyse, die bisher vor allem aus Häufigkeitsverteilungen bezüglich Altersgruppen, allein Erziehenden, Empfängerinnen von Jugendhilfe- oder Sozialhilfeleistungen etc. bestand,
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erhielt so zum einen eine notwendige lebensweltlich-qualitative Ergänzung im Hinblick auf Stärken, Schwächen, Potenziale und Entwicklungsbedarf in den Sozialräumen aus der Sicht der dort lebenden
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und/oder arbeitenden Menschen. Zum anderen wurde mit diesem
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Schritt ein diskursives Netz zwischen Planerinnen, Fachkräften und
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engagierten Bürgerinnen in den verschiedenen Sozialräumen der
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Kommune aufgebaut, das auch in den folgenden Planungsschritten
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genutzt und weiter ausgebaut wurde.5 Ergebnis der Sozialraumanalyse waren differenzierte Porträts der Sozialräume, die Auskunft geben über sozialstrukturelle Charakteristika, Ressourcen, Belastungen
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und Handlungsbedarf.
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• Parallel zur Erhebung der Daten im Rahmen des Indikatorenkonzeptes wurde eine Bestandsaufnahme aller jugendhilferelevanten Einrichtungen und Angebote in den Sozialräumen vorgenommen. Hierzu wurden
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alle Jugendhilfeanbieter, Kirchengemeinden und Vereine, die im örtlichen Stadtjugendring organisiert waren, schriftlich befragt und die
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Daten ausgewertet.
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• Als nächsten Schritt konnten die Planerinnen einen ersten Vergleich
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bezüglich der »Passung« von Lebensbedingungen bzw. lebensweltlichen Ressourcen bzw. Belastungen und der vorhandenen Jugendhilfeinfrastruktur auf kleinräumiger Basis vornehmen. Auf der
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Grundlage dieser Analyse konnten vorläufige Entwicklungsziele und
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der Handlungsbedarf für die einzelnen Sozialräume und Arbeitsfelder
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der Jugendhilfe sowie einige gesamtstädtische Ziele formuliert wer5und so als Grundlage für eine fachlich sinnvolle Indikatorenbildung dienen können: LWV
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(1998); BMfSFJ (1998; JuLe-Studie); Schrapper u. Heuchel (1998); BMfSFJ (2002a; JESStudie). Ein ähnliches Indikatorenmodell wie in der Planung wurde in den letzten Jahren
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vom Landeswohlfahrtsverband Württemberg-Hohenzollern entwickelt; es wird unter dem
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Begriff »Integrierte Berichterstattung auf örtlicher Ebene« (IBÖ) derzeit in seinem Verbandsgebiet implementiert (vgl. Berner u. Maykus 2002 u. 2003; Bürger 2002).
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5 Natürlich wurden für dieses Netz erst einmal bereits vorhandene Strukturen wie runde
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Tische, Ortschaftsräte oder einzelne bereits vorhandene Sozialraumkonferenzen genutzt,
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die aber bisher nur teilweise miteinander verbunden waren bzw. in sozialplanerische Arbeiten einbezogen wurden. Durch die Planung erhielten diese formellen oder informellen
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Gremien neue Aufgaben und einen erweiterten Einfluss auf die kommunale Politik.
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