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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 233 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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9. Sozialpädagogische Familienhilfe
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hige und akzeptierende Gesprächsführung gelang es, ein erstes Vertrauen entstehen zu lassen, was die Familienmitglieder zur Zusammenarbeit ermutigte. Aufgrund der Ängste war es wichtig, sich für die
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Zielfindung und Auftragsklärung viel Zeit zu lassen. Zunächst wurde
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deshalb die Hilfestellung auf Michelle begrenzt und im Hilfeplan
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sehr offen formuliert. Bereits nach drei Kontakten der Therapeutin
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mit Michelle im Haushalt der Eltern verbalisierte Frau Russell ihre
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Anliegen und Ziele für die Familienhilfe, auf deren Grundlage konkrete Aufträge erarbeitet werden konnten.
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Für Familie Russell wurden im gesamten Verlauf der Betreuung
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folgende Angebote gemacht.
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• Sozialpädagogische Hilfen zur Alltagsbewältigung, z. B.:
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– Klärung der Finanzen, Anträge beim Sozialamt, Arbeitsamt
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– Sicherung des Wohnraums, Abwehren der Räumungsklage, Beantragung von Wohngeld
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– Gesundheitsfürsorge (mehrere Personen der Familie sind adipös,
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bei der Mutter droht Diabetes)
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– Unterbringung der Söhne im Kindergarten.
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• Familientherapeutische Settings zur Klärung von Fragen der Beziehung zwischen den Eltern, den Eltern und Kindern und den Geschwistern untereinander, bei denen es um folgende Themen ging:
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– Beziehungsprobleme der Eltern
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– Patchworkproblematik (der Stiefvater entwertete die Mädchen und
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zeigte ihnen gegenüber ein extrem rigides Erziehungsverhalten)
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– elterliche Kompetenz (Klärung der Generationenebenen, da die
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älteste Tochter sie überfordernde Elternaufgaben angenommen
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hatte)
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– Geschwisterrivalität.
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• Gruppenangebote für Michelle (z. B.: Reitgruppe), da
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– sie sich nur in Gruppen auffällig zeigte (diagnostische Hypothese)
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– sie durch neue Herausforderungen mit ihren Fähigkeiten in Kontakt kommen sollte
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– sie durch neue Handlungsmuster neue Konfliktbewältigungsstrategien möglich werden.
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• Gruppenangebot für Frau Russell, um ihr den Kontakt mit anderen
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Frauen zu erleichtern.
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Herr Russell beteiligte sich gelegentlich an den Gesprächen, wollte
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zunächst jedoch kein Angebot für sich in Anspruch nehmen. Nach
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ca. sechs Monaten und der Erfahrung, dass die Pädagogin sich nicht
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bevormundend einmischte, sondern die Familie respektvoll behan233
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