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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 223 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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9. Sozialpädagogische Familienhilfe
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Wenn es für die Beteiligten organisatorisch möglich ist, lädt die AGFJ
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bereits zum Erstgespräch in die eigene Einrichtung ein. Die Räumlichkeiten sind gemütlich eingerichtet und auch für Gesprächsrunden mit größeren Familien geeignet. Für den Fall, dass Kinder zu bestimmten Fragen den Raum verlassen sollen oder wollen, stehen
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Spielzimmer zur Verfügung. Damit wird den Hilfe suchenden Personen die Möglichkeit gegeben, die »fremden Personen« zunächst als
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Gastgeber zu erleben und einen ersten Eindruck vom »Stil« der AGFJ
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zu bekommen. Möglichst vermieden wird, ein Erstgespräch im Haushalt der Familie zu führen – aus Rücksicht auf die Privatsphäre.
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Zum Erstgespräch erscheinen Frau R., der Sozialpädagoge, der die Rolle
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des »Paten« übernehmen soll, die Familientherapeutin, Frau Krahl und
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Paul. Herr Krahl konnte den Termin aus beruflichen Gründen nicht
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wahrnehmen, und Lisa wird mit der Begründung zu Hause gelassen,
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dass es um sie ja nicht gehe. Nach der Begrüßung und einem kurzen
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Joining (s. Minuchin et al. 2000) berichten die AGFJ-Mitarbeiterinnen
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Frau Krahl und Paul, welche Informationen Frau R. bislang mitgeteilt
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hat.
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Bereits bei der ersten Kontaktaufnahme soll den Menschen deutlich
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werden, dass ein vertrauensvoller und transparenter Umgang vorherrscht. Geheimnisse sind generell unerwünscht. Nur wenn Gefahr
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im Verzuge ist – wenn beispielsweise Verdacht auf sexuellen Missbrauch oder sonstige noch geheim gehaltene Gewalt in der Familie
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besteht –, wird von dieser Regel eine Ausnahme gemacht.
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Es werden notwendige Informationen ausgetauscht, und es wird besonders darauf geachtet, dass alle Gesprächsteilnehmerinnen zu Wort
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kommen.
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Gerade Personen, die sich nicht selbst zu Wort melden, werden aufmerksam angesprochen und nach ihren Bedürfnissen und Eindrücken gefragt. Durch strukturierendes Nachfragen wird vermieden,
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dass der Symptomträger mit Tiraden und Anklagen konfrontiert wird.
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Es wird darauf geachtet, dass neben den Problemen auch die Ressourcen angesprochen und gewürdigt werden.
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In diesem Gespräch erleben wir eine aktive Kollegin vom ASD, die ausführlich die Geschichte der Familie erzählt und gemeinsam mit Paul
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und Frau Krahl auch die bisherigen Interventionen benennt. Unter anderem nutzten die Eltern bereits vor ca. einem Jahr die städtische Er-
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