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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 178 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter
8.4.11 Bilanz
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Teilnahme an der Sozialen
Gruppenarbeit bei Karl Veränderungen in Gang gesetzt hat. Er konnte
sich in einem anderen Rahmen ausprobieren, neues Verhalten einüben.
Es erwies sich außerdem als eine gute Entscheidung, begleitend
eine Erziehungsbeistandschaft zu beginnen. Eine Elternarbeit in
zweimonatigem Abstand, wie es die SGA-Konzeption vorsieht, wäre
für die Arbeit mit dieser Familie nicht ausreichend gewesen.
Die systemischen Methoden erleichterten es, die familiären Beziehungsmuster bzw. die Interaktionen in der SGA in einem anderen
Kontext zu sehen und Veränderungen anzugehen.
9. Abschließende Bemerkungen
Unsere systemische Orientierung gibt uns die Möglichkeit, Probleme
und Problemlösungen in den unterschiedlichsten sozialen Kontexten
zu verstehen und sie auf diese zu beziehen. Als hilfreich haben sich
auch unsere sozialräumliche Orientierung und das breite Spektrum
unserer Angebote erwiesen. So können wir flexibel und maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien und der Schulen eingehen. Dazu bedarf es einer genauen Abklärung der Problemsituation und der angemessenen Maßnahmen,
einer Koordination der Maßnahmen und der mit ihnen betrauten
Teammitglieder, einer steten Überprüfung des Hilfeprozesses, des
Hilfeplans und der gewählten Maßnahmen, klarer Kommunikationsstrukturen sowie der Begleitung durch Supervision und Fallbesprechungen im Team.
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