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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 177 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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6. Sozialräumliche, integrierte und flexible Jugendhilfe im Gemeinwesen
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habe das Gefühl gehabt, dass die Lehrerin trotzdem ganz gut mit
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Karl zurechtkomme. Sie berichtet auch über die Zeit, in der Karl mit
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einem Jungen aus der SGA zum Handballtraining gegangen sei.
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Karl sei deutlich ausgelasteter und zufriedener gewesen und habe
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seine freie Zeit sinnvoller genutzt. Seit der andere Junge nicht mehr
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in der Gruppe sei, gehe auch Karl nicht mehr zum Training. Leider
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mehrten sich daher auch wieder die Konfliktzeiten zu Hause. Ansonsten verhalte sie sich jetzt in manchen Streitsituationen klarer.
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Sie könne sich besser gegen Karl durchsetzen, da sie sich durch die
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Familiengespräche gestärkt fühle, auch etwas von ihm fordern zu
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können.
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• Herr F. fand es in manchen Gesprächen sehr »interessant«, mit welchen Mitteln (z. B. Familienskulptur zu seiner Vaterrolle, Skalierungsfragen) man zu neuen Erkenntnissen kommen könne. Er habe
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dabei festgestellt, dass er gern noch mehr für Karl da wäre, und schlug
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vor, dass Karl doch zu ihm ziehen könnte. Er habe den Eindruck, dass
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es Karl gut tue, in die Gruppe zu gehen. Zudem gestalte er so seine
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freie Zeit sinnvoll.
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• Karl erklärte, dass er sich die SGA langweiliger vorgestellt habe und
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er erstaunt sei, dass er in der Gruppe immer wieder Neues erlebe.
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Manchmal seien die drei Stunden auch anstrengend und nervenaufreibend, wenn es z. B. Streit mit anderen Kindern gebe. Er erläuterte,
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dass er in der SGA lerne, Konflikte mit Worten zu lösen. Als Beispiel
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benannte er den Konflikt mit Ali. Er meinte, dass es ihm auch leichter
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falle, zu seinen eigenen Fehlern zu stehen. Er finde die Gruppe klasse
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und meine, auch Elisa solle in die Gruppe kommen. Er arbeite ja bereits aktiv an seinem Verhalten, nur sie trage wenig zur Verbesserung
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der Situation zu Hause bei.
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• Elisa meinte, dass sie sich ja an den Familiengesprächen beteilige. Sie
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finde gut, dass sie dort ihre Anliegen einbringen könne. Sie räume
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ein, dass sie sicherlich auch ihren Teil zu den Streitereien beitrage,
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und erkläre sich bereit, an der Sozialen Gruppenarbeit teilzunehmen,
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um zur weiteren Veränderung beizutragen.
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• Der Bezirkssozialarbeiter meldete zurück, dass die Familie sehr daran
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gearbeitet habe, dass die häusliche Situation für alle entspannter sei.
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Er wies jedoch auch darauf hin, dass sie aus seiner Sicht weiter daran
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arbeiten müsse, die Trennungssituation klarer zu regeln, Unklarheiten würden sich negativ auf die Kinder auswirken. Er sei beeindruckt
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davon, wie Karl die Wirkung der Sozialen Gruppenarbeit an der Bearbeitung des Konflikts mit Ali erklären konnte.
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Beide Maßnahmen wurden fortgesetzt und zusätzlich Elisas Teilnahme an der Sozialen Gruppenarbeit beschlossen.
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