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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 176 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter
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kam das Angebot an Ali, nächste Woche mit ihm etwas zu spielen.
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Ihm sei jedoch auch wichtig, in Ruhe gelassen zu werden, wenn er
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dies sage. Alis Lösungsvorschlag war, dass er sich ein konkretes Spiel
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ausdenken und es Karl vorschlagen wolle. Sollte Karl dann gerade
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mit anderen spielen, werde er warten, bis das Spiel beendet sei.
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Wichtig war in diesem Zusammenhang, die Sinnhaftigkeit der Strategien der beiden Jungen im Hinblick auf ihr Herkunftssystem zu
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verdeutlichen. Daher fragten die beiden Teammitglieder, ob sie dieses Verhalten auch aus anderen Zusammenhängen kennen würden.
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Karl fiel daraufhin sofort der letzte Streit mit seiner Schwester ein.
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Diese könne auch sehr nachhaltig sticheln, bis er sich nicht mehr zu
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helfen wisse und ihm dann der Kragen platze. Ali war nicht mehr zu
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motivieren, sich Gedanken dazu zu machen. Die Hypothese war,
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dass er noch zu sehr mit den Gefühlen beschäftigt war, die dieser
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Streit und das Gespräch bei ihm ausgelöst hatten. Zum Abschluss
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leitete das Team die Jungen noch an, sich zurückzumelden, was sie
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in diesem Gespräch aneinander Neues oder Gutes entdeckt hätten.
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Karl betonte, dass ihm gefallen habe, dass Ali nach anfänglicher Weigerung doch bereit war, die Sache zu klären. Ali war froh darüber,
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dass sie den Streit geklärt hatten und Karl offen war für seinen
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Wunsch, mit ihm zu spielen.
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8.4.10 Rückmeldungen zum Verlauf der Maßnahmen
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Im Verlauf des Hilfeprozesses gab es immer wieder Phasen, in denen
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Karl und die Familie überlegten, ihn zu beenden.
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Für Karl war das Hauptargument, dass er zwei volle Nachmittage
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investieren müsse und er sich neben Nachmittagsunterricht und
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Gruppe nur wenig mit Freunden treffen könne. Dazu sei das Programm der Gruppe für ihn manchmal nicht attraktiv genug. Auch
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Frau F. empfand die zweiwöchentlichen Familiengespräche als sehr
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intensiv. Karl falle phasenweise immer wieder in alte Muster zurück,
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dann sei der Erfolg nur sehr gering spürbar. Sie ließen sich jedoch immer wieder dazu motivieren, weiter mitzuarbeiten.
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Im Hilfeplangespräch mit allen Familienmitgliedern und dem
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zuständigen Bezirkssozialarbeiter nach einem Dreivierteljahr, in dem
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entschieden werden sollte, ob die Maßnahme für ein weiteres Jahr bewilligt werden sollte, gab es folgende Rückmeldungen:
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• Frau F. berichtete, dass ihr auffalle, dass die Schule seit längerem
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nicht mehr angerufen habe. Sie sei zuletzt anlässlich des Halbjahreszeugnisses zum Gespräch eingeladen worden. In diesem Gespräch
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sei es zwar auch um Konflikte mit Mitschülern gegangen, aber sie
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