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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 135 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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6. Sozialräumliche, integrierte und flexible Jugendhilfe im Gemeinwesen
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5.2 Selbstverantwortung und Selbstorganisation
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durch Empowerment
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Empowerment bedeutet, den Weg zur Veränderung durch Bestärkung, Ermutigung und Befähigung, durch Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Statt auf krank machende Faktoren wird der Blick auf gesund machende und gesund erhaltende Faktoren gerichtet (Konzept
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der Salutogenese). Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien müssen in die Lage versetzt werden, ihre Lebensumstände selbstverantwortlich zu regeln und Entscheidungen für sich zu treffen. Gefördert werden muss die Gewissheit, Kontrolle über das eigene Leben
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und die Umwelt zu haben, die eigenen Lebensbedingungen gestalten
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zu können, eine Wahl zu haben. Sie brauchen das Vertrauen in die Fähigkeiten, die an sie gerichteten Herausforderungen zu verstehen, auf
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Probleme und Lebenskrisen angemessen und konstruktiv reagieren
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zu können, sie für bewältigbar zu halten und ihr Leben als sinnvoll zu
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betrachten. Die Förderung von Selbstorganisation und Autonomie
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muss ergänzt werden durch die Förderung von Bezogenheit, die Förderung des Bewusstseins, auf andere angewiesen zu sein. Die Entwicklung dieses Bewusstseins, ist die Voraussetzung dafür, soziale
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Netzwerke herstellen zu können.
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5.3 Methoden der Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit
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Verhaltens- und Einstellungsänderungen wollen wir insbesondere
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fördern durch:
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• Begegnung, emotionale Rahmung, Verstehen, aktives Zuhören
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• Erweiterung der Problemdefinition (Gestalt öffnen)
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• Hypothesenbildung
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• Umdeutung des Verhaltens (Reframing), positive Konnotation
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• paradoxe Intervention und Symptomverschreibung
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• Fragetechniken (lineare und zirkuläre Fragen, Fragen nach Ausnahmen und Unterschieden, Wunderfrage, Skalierungsfragen)
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• den Blick auf Ausnahmen und Veränderungen
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• Erfolge als Gegenstand der Kommunikation
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• Entwürfe in die Zukunft, lösungsorientiertes Arbeiten
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• ein hohes Maß an Interesse, Balance zwischen Nähe und Distanz
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• Erweiterung des Verhaltensrepertoires, Lernen am Modell, Aufbau
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von Fähigkeiten, z. B. durch Training, Probehandeln, Übungen
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• gemeinsames, strukturiertes und zielorientiertes Handeln
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• Begleitung in schwierigen Situationen
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• Bestärkung, Ermutigung, Befähigung
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