2026-001/documents/systemische-kinder-und-jugendhilfe/pages/133.md

37 lines
2.0 KiB
Markdown

WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 133 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
6. Sozialräumliche, integrierte und flexible Jugendhilfe im Gemeinwesen
Wir sehen uns als Teil der regionalen psychosozialen Versorgungsstruktur und beteiligen uns an ihrer Weiterentwicklung. Wir
passen unser Konzept an die bestehende Jugendhilfelandschaft an.
Problemlagen manifestieren sich nicht nur in einem Lebensbereich.
Um den Rat Suchenden ein bedarfsgerechtes Angebot machen zu
können, kooperieren wir deshalb eng mit anderen sozialen Einrichtungen im Landkreis. Den positiven Wettbewerb betrachten wir als
Herausforderung zur Weiterentwicklung der Qualität unserer Arbeit.
Wir haben auch die Zusammenarbeit mit anderen Politikbereichen im Auge, wie z. B. mit Gesundheitswesen, Wohnraumpolitik,
Stadtplanung und Arbeitsverwaltung.
4. Zielsetzungen
Die Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihre Familien
brauchen Unterstützung bei der Suche nach einer individuellen Lebensperspektive und bei der Gestaltung eines gelingenden Alltags.
Ziel ist eine realistische Einschätzung ihrer eigenen Möglichkeiten
und die Fähigkeit zur konstruktiven Umsetzung dieser Möglichkeiten. Die Erweiterung der Handlungsspielräume wird gefördert, die
Handlungsfähigkeit entwickelt. Dazu bedarf es jeweils einer Klärung,
in welchen Handlungsspielräumen und auf welcher Systemebene
Veränderungen anzustreben sind.
In folgenden Bereichen werden die jungen Menschen und ihre
Familien unterstützt und gestärkt:
• Entwicklung von Lebenskompetenz
• Stärkung der Persönlichkeit
• Beziehungsfähigkeit und soziale Einbindung
• Überwindung von Brüchen in der Lebensbiografie, Bearbeitung der
eigenen Lebensgeschichte.
5. Leitkonzepte und Methoden
5.1 Systemisches Denken und Arbeit mit dem Bezugssystem
Familiensysteme sind rekursiv in ihr soziales Umfeld eingebettet; die
Verhaltensweisen ihrer Mitglieder sind abhängig von den familiären
Beziehungsmustern und den Kommunikationsangeboten der außerfamiliären sozialen Systeme.
133