2026-001/documents/philipp-sucht-sein-ich/pages/330.md

36 lines
2.5 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

330
Kognitionen Sammelbezeichnung für jeden Vorgang, mit dem ein Individuum
etwas wahrnimmt und weiß, schließt Wahrnehmen, Erkennen, Denken, Vorstellen,
Erinnern und Urteilen ein. Bei traumatischen Erfahrungen kommt es oft vor, dass
Kognitionen (Gedanken, Wissen, Denkprozesse) und Emotionen (Gefühle) nicht
zusammenpassen oder nicht miteinander verbunden werden können.
Kohärenz Zusammenhang.
Körperschema Ein räumliches Vorstellungsbild über die Gestalt des eigenen Körpers.
Es wird nicht immer mit der Wirklichkeit übereinstimmen, Wissen, Fantasie,
Wunschbilder und Affekte wirken zusammen.
Kortikal Die Hirnrinde betreffend.
Lebensweltorientierung Begriff in der Jugendhilfe, sowohl wissenschaftliches
Konzept als auch Methode, wesentlich beeinflusst durch den Erziehungswissenschaftler Hans Thiersch.
Narkosynthese Auch Narkoanalyse, die Verbindung von Narkose und analytischem
Gespräch.
Netzwerkgesellschaft Definition des Soziologen Manuel Castells: Im Informationszeitalter muss jeder, der etwas bewirken will, die Infrastruktur der globalen
Informationsgesellschaft nutzen (Castells 2001: Das Informationszeitalter. Band 1:
Die Netzwerkgesellschaft).
Neuroendokrine Nervensystem und Endokrinum (in den Blutkreislauf absondernde
Stoffe) betreffend.
Objektbeziehungstheorie Hebt die Bedeutung der frühen Beziehungen hervor.
Von Melanie Klein und Donald Winnicott u. a. entwickelte Theorie, die davon ausgeht, dass sich innere seelische Strukturen im Menschen durch die Entwicklung der
inneren Repräsentanz von äußeren Beziehungen des Säuglings und Kleinkindes zu
seinen Bezugspersonen entwickeln.
Parentifizierung (parents = (be-)Eltern) bedeutet, dass Kinder, die für andere sorgen
mussten bzw. konnten, Bedeutung hatten und damit auch die positive Erfahrung
hatten, Subjekt, nicht nur Objekt der Eltern zu sein. Die Sorge für andere stellt für
diese Kinder eine wichtige Quelle von Selbstwert dar und muss in der pädagogischen/
therapeutischen Arbeit beachtet werden.
Psychoanalytische Pädagogik Für die psychoanalytische Pädagogik sind zentrale
Erkenntnisse der Psychoanalyse wie z. B. über Wirksamkeit des Unbewussten, Übertragung und Gegenübertragung, über Traumata und Wiederholungszwang handlungsleitend. Die Pädagogische Psychologie hat folgende Arbeitsprinzipien:
Förderung von Selbstaufklärung
reflektierende Verarbeitung von Übertragung/Gegenübertragung
fördernde Dialoge etc.
Posttraumatisch Nach einem Trauma auftretende spezifische Belastungsreaktion.