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Mädchen und Jungen Kraft gibt (8.5), ist es auch für uns der Sinn
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unseres Tuns, der uns auf den Weg bringt oder auf dem Weg hält.
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Die oben beschriebenen schützenden Umstände mildern das Ausmaß der potenziellen Belastungsfaktoren und schützen in gleichem
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Maße die Mädchen und Jungen wie die psychosozialen Fachkräfte.
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Der Anerkenntnis, dass diese den Hauptanteil der Traumaarbeit
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leisten, muss die gesellschaftliche Anerkennung folgen.
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Die gesellschaftlichen Bedingungen prägen die Möglichkeiten
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der Begleitung von Menschen aus herausfordernden Lebensumständen. Pädagog *innen und psychosoziale Fachkräfte befinden
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sich in einem prekären Spannungsfeld zwischen professionellen
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Ansprüchen und gesellschaftlichen Gegebenheiten. Gesellschaftliche Anerkennung oder Missachtung von Traumatisierten hat
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auch Auswirkungen auf das Helfer*innensystem. Stetig mangelnde
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Achtung kann zu dem Verlust von Würde führen. Deswegen
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werden sich die psychosozialen Fachkräfte, um ihre Würde zu bewahren, gesellschaftlich positionieren müssen: „Angesichts eines
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fortschreitenden biologischen Reduktionismus in der Psychiatrie
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und der fortschreitenden Medikalisierung der Psychotherapie,
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die ihre psychosozialen Ursprünge durch die Störungsspezifität
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immer weiter aufgibt, braucht es ein ‚Zwischenglied zwischen den
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Menschen, denen es schlecht geht, die das Risiko laufen, psychisch
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zu erkranken oder psychischer Ungesundheit (mental illhealth)
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ausgesetzt zu werden und den sozialen Gegebenheiten, die in dieser
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Gesellschaft existieren‘“ (Rutz 2011, zit. n. Gahleitner/Pauls 2012,
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S. 65), also Menschen, die sich der gesellschaftlichen Determiniertheit ihres Tuns bewusst sind und selbstbemächtigt handeln. Hier
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und im institutionellen Handeln gilt es Prinzipien der Würde und
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Anerkennung anzumahnen. Damit werden wir immer wieder in
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Widerstand mit Strukturen und Menschen geraten und brauchen
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Andere. So beschreibt Brückner Widerstand „[…]in Form einer –
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nur kollektiv zu entwickelnden – Gegenidentität des einzelnen […]“
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(Brückner 1983, S. 209). Die Fähigkeit zum Widerstand sei Zukunftsfähigkeit, Eigensinn und damit die Fähigkeit zur Selbstsorge
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(Keupp 2014, S. 23). Ein Widerstand, der z. B. im beruflichen selbstbemächtigten Handeln gemeinsam mit dem Team, dem Netzwerk,
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der Institution umgesetzt werden kann. Auf diesem Wege entwickelt
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